Businessplan erstellen: Eine Anleitung zum Erfolg

Am Anfang steht die Geschäftsidee. Bevor es an die Umsetzung geht, sollte jeder Gründer einen Businessplan erstellen. Der Businessplan ist ein machtvolles Werkzeug, um zu überprüfen, ob die Idee auch tragfähig ist. Er zeigt auf, welche Mittel benötigt werden um die Selbstständigkeit zu verwirklichen. Diese Mittel können sowohl finanzieller Art sein, als auch Vertriebsweg, zusätzliche Mitarbeiter oder zu erwerbende Kenntnisse und Fähigkeiten beinhalten. Möchten Sie einen zusätzlichen Finanzgeber – etwa ein Kreditinstitut – ins Boot holen, werden Sie auf jeden Fall einen Businessplan erstellen müssen. Aber auch wenn es „nur“ darum geht, dass Sie selbst den Überblick behalten, lohnt sich der Aufwand auf jeden Fall. Ähnlich wie beim Verfassen eines Einkaufszettels, denken Sie Ihr Vorhaben im Detail durch während Sie Ihren Businessplan erstellen – das schützt Sie vor unvorhergesehenen Überraschungen und ermöglicht es Ihnen zu jedem späteren Zeitpunkt, zu überprüfen, ob Sie sich noch auf dem richtigen Weg befinden – auf dem, den Sie ursprünglich einschlagen wollten. 

Ein Businessplan dient der Überprüfung Ihrer Idee. Er muss nicht automatisch damit schließen, dass diese Idee zu einem Erfolg werden kann. Es ist zu jedem Zeitpunkt möglich, dass der Businessplan in einer Sackgasse Endet und Sie erkennen, dass die Idee nicht gut genug war. Dann jedoch hat der Businessplan Sie davor bewahrt, viel Lebenszeit, Geld und Nerven in etwas zu stecken, das am Ende nicht funktioniert. 

Businessplan erstellen: So wirds gemacht!

1

Die Idee

Formulieren Sie Ihre Geschäftsidee auf maximal einer halben Seite A4. Gehen Sie nicht zu sehr ins Detail, erklären Sie die Idee aber so leicht verständlich, dass sowohl Ihre Großmutter als auch Ihr achtjähriger Neffe versteht, was der Nutzen an der Sache ist. Es hilft, zu Beginn das „Problem“ zu beschreiben, für das Sie die „Lösung“ bieten – und diese Dinge auch genau so zu benennen. 

2

Das Team

Erläutern Sie, wer Sie sind und was Sie dazu befähigt, genau diese Idee umzusetzen. Lassen Sie alles in Ihrem Leben heraus, was nicht absolut notwendig ist für die Umsetzung Ihres Ziels. Führen Sie diesen Schritt für alle Mitglieder des Gründerteams durch. Identifizieren Sie Aufgaben, die Sie nicht selbst lösen können, suchen Sie Berater oder Mitarbeiter aus, die Ihnen diese Aufgaben abnehmen und benennen Sie diese. Da wären zum Beispiel der Steuerberater, die Lohnbuchhalterin, oder auch der Tischler, der Ihnen ein wichtiges Teil liefert. Sie müssen diese Leute nicht fest einstellen – Sie müssen ihnen nur die Aufgaben übertragen, die Sie nicht selbst bewältigen können. 

3

Marktanalyse und Wettbewerb

Recherchieren Sie, wer bereits ähnliche Lösungen anbietet und in wieweit diese Angebote Konkurrenz für Sie bedeuten. Diese Aufgabe ist die größte und schwerste am gesamten Businessplan. Rechnen Sie dafür viel Zeit ein, seien Sie gründlich und schummeln Sie nicht – hier beschummeln Sie vor allem sich selbst und Ihre Zukunft! Sollten Sie zu dem Ergebnis kommen, dass Sie keine Konkurrenz haben, dann haben Sie etwas falsch gemacht. Suchen Sie die Unternehmen heraus, die dem was Sie machen wollen am nächsten sind, finden Sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus. Trifft das Gegenteil zu und Sie merken, dass der Markt voller Anbieter ist, dann arbeiten Sie die Lücken in deren Angebot heraus und nutzen Sie dieses Wissen um Ihre Nische zu finden. Sie dürfen in diesem Abschnitt auch zu dem Ergebnis kommen, dass der Markt bereits übersättigt ist – wenn etwa viele gute Anbieter in Konkurs gehen. Dann hat der Businessplan Sie vor einer großen Pleite bewahrt. 

4

Marketing und Vertrieb

Hier geht es um die Frage, wie Sie Ihre Produkte oder Dienstleistungen bewerben müssen, um Sie zu verkaufen und wie dieser Verkauf vonstatten geht. Je nachdem, was Sie vorhaben, kann dieses Kapitel sehr kurz oder sehr lang ausfallen. Sehen Sie sich die Vertriebsmodelle und Marketingkonzepte Ihrer Mitbewerber an und wägen Sie auch hier gegeneinander ab, was funktioniert und was nicht. Finden Sie einen Marketingstil, mit dem Sie sich wohl fühlen. Blicken Sie auch einmal über den Tellerrand und schauen Sie, welche Modelle Sie eventuell aus anderen Branchen übernehmen können. Und unterschätzen Sie auf keinen Fall den Bereich „Marketing“ – Sie werden Geld in Werbung stecken müssen. Werden Sie also zum Experten auf diesem Gebiet! 

5

Unternehmensform

In diesem – normalerweise recht kurzen Abschnitt schreiben Sie nieder, für welche Unternehmensform Sie sich entschieden haben. Das ist meist recht einfach zu klären und liegt vor allem daran, wie viele Gründer es gibt und welche Haftbarkeit Sie wählen. 

6

Finanzplanung

Die Finanzplanung sollte nach einem festen Schema erstellt werden. Sie führen sämtliche Kosten und zu erwartenden Einkünfte auf – für jeden einzelnen Monat des ersten Geschäftsjahres sowie für jedes Quartal des zweiten und dritten Geschäftsjahres. So gewinnen Sie einen Überblick über Liquidität und Rentabilität – zwei Begriffe, die Sie von nun an fortwährend begleiten werden. Lassen Sie Ihre Finanzplanung unbedingt von einem Fachmann – beispielsweise Ihrem Steuerberater gegenlesen!

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Risiken

Hier gehen Sie die wichtigsten Probleme, die sich Ihnen stellen können durch und überlegen sich vorsorglich schon einmal Lösungen dafür. Was, wenn Ihr Hauptkunde abspringt, was wenn ein Teammitglied ausfällt, was wenn die Preise für kritische Rohstoffe plötzlich steigen. Viele Unternehmen, die heutzutage erfolgreich sind, sind dies auf einem ganz anderen Gebiet, als zunächst geplant war. Schaffen Sie sich hier und jetzt schon die geistige Flexibilität, die Sie später benötigen wenn sich die Dinge anders entwickeln, als geplant. Dann kann Sie später so leicht nichts mehr schocken. 

8

Executive Summary

Dies stellt in der Gliederung Ihres Businessplans den „Punkt 1“ dar – eine Zusammenfassung Ihrer Geschäftsidee in einem, maximal zwei Sätzen. Wenn Sie vorher jedoch alle anderen Punkte abgearbeitet haben, schreibt sich dies wesentlich leichter, als zu Beginn. Daher heißt es ja auch „Summary“ – Zusammenfassung. 

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