Bundesliga: Das war der 23. Spieltag

Werder Bremen und Eintracht Frankfurt können mit Siegen im Abstiegskampf durchatmen, der HSV und der VfB Stuttgart müssen darunter leiden. Dortmund verdrängt Leverkusen von Platz Zwei und Schalke muss die nächste Klatsche einstecken. Alles Wichtige zum 23. Spieltag der Fußball-Bundesliga lesen Sie hier.

Werder setzt sich vom HSV ab

Im 100. Nordderby zwischen Werder Bremen und dem HSV konnte die Heimmannschaft nach 18 Minuten jubeln: Aaron Hunt hatte den Ball per Hacke in den Strafraum gelegt, wo Junusovic lauerte und HSV-Keeper Adler per Flachschuss überwand. Damit war das goldene Tor gefallen, dem HSV fiel in den gut 70 Minuten danach – außer einem Lattenschuss von Calhanoglu – nichts Entscheidendes mehr ein. Werder wirkte über die gesamte Spieldauer entschlossener und giftiger, der Sieg war verdient. Damit hat Werder (Platz 13, 25 Punkte) nun sechs Zähler Vorsprung auf den HSV (Platz 16, 19 Punkte). Pech für den HSV, dass sich auch noch der gerade reaktivierte Innenverteidiger Rajkovic einen Kreuzbandriss zuzog – die Saison ist für ihn gelaufen.

Auch der VfB Stuttgart kommt nicht auf die Beine: Bei Eintracht Frankfurt (Platz 12, 25 Punkte) verspielten die Schwaben in den letzten zehn Minuten der Partie noch eine 1:0-Führung und wurden mit 1:2 nach Hause geschickt. Erstmalig in der Vereinshistorie hat der VfB (Platz 15, 19 Punkte) damit acht Niederlagen am Stück kassiert. Ob Trainer Thomas Schneider noch beim Spiel gegen den Tabellenletzten Eintracht Braunschweig am Samstag auf der Bank sitzen wird, ist unklar.

Die Teams unter dem HSV konnten wenigstens Teilerfolge feiern: Der SC Freiburg (Platz 17, 19 Punkte) nahm mit einem 0:0 einen Punkt bei Hertha BSC (Platz 8, 35 Punkte) mit, Eintracht Braunschweig (Platz 18, 16 Punkte) holte ein 1:1 zu Hause gegen die in der Rückrunde nach wie vor sieglosen Gladbacher (Platz 7, 36 Punkte). Dabei erzielte Gladbachs Keeper Ter Stegen das Eigentor des Jahres, als einen Rückpass von Daems gänzlich ohne Not ins eigene Gehäuse schnippelte.

Krise in Leverkusen geht weiter

Weiter oben in der Tabelle trennten sich Augsburg (Platz 9, 35 Punkte) und Hannover 96 (Platz 11, 25 Punkte) unentschieden 1:1, nachdem die Heimmannschaft Chancenwucher in Reinkultur betrieben hatte. Währenddessen stürzte Mainz 05 mit einem 1:0 bei Bayer Leverkusen (Platz 3, 43 Punkte) die Gastgeber in eine ausgewachsene Krise. Sechs der letzten acht Bundesliga-Partien gingen verloren, Platz 2 in der Tabelle ist futsch. Mainz (Platz 6, 37 Punkte) auf der anderen Seite unterstrich mit dem Auswärtserfolg seine internationalen Ambitionen. Neuer Zweiter ist die Borussia aus Dortmund (45 Punkte), die den Club aus Nürnberg (Platz 14, 23 Punkte) glatt mit 3:0 bezwang.

Und dann waren da noch zwei Klatschen: Die erste ereilte wenig überraschend den Gegner von Bayern München (Platz 1, 65 Punkte) – diese Woche mussten die Schalker (Platz 4, 41 Punkte) mit 1:5 dran glauben. Blöd nur, dass dieses Spiel gerade mal drei Tage nach dem 1:6-Debakel von S04 in der Champions League gegen Real Madrid statt fand. Elf Gegentore in zwei Spielen sind natürlich deutlich zu viele. Die zweite Abreibung kam unerwarteter: Die formstarken Wolfsburger (Platz 5, 39 Punkte), die nach vier Siegen in Folge die Champions-League-Plätze fest im Blick hatten, ließen sich bei Hoffenheim sechs Stück einschenken! 6:2 lautete das schier unglaubliche Endergebnis, mit dem sich Hoffenheim (Platz 10, 29 Punkte) der letzten Abstiegssorgen entledigt haben sollte.

Foto: Thinkstock, iStock, Studio Q1

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