Kategorie: Bücher

Von Thriller bis Liebensroman: Mit einem guten Buch lässt es sich so richtig gut entspannen und dem Alltag entfliehen. Hier werden die neusten Schmöker präsentiert.

„Wir sind spät, aber wir stehen an den Barrikaden.“ -Arundhati Roy-

Vergangene Woche gab’s mal wieder ein paar Preise, Neues von der Plagiats-Front und anderen Modeerscheinungen und natürlich auch von Suhrkamp.

Die kleine Nilpferddame Olli ist nicht mehr zufrieden mit sich, sie findet sich zu grau. Und macht sich auf den Weg, bei ihren Freunden nach einer neuen Farbe für ihr Nilpferdfell zu suchen. Doch egal, ob meeresglitzerblau, schmetterlingsflügelgelb oder ferkelrosa, immer gibt es etwas auszusetzen. Bis Olli erkennt, was ihr wirklich steht?

Heute ist sie raus gekommen, die Sondereinzelausgabe der Tempo. Von 1986-1996 gehörte die Tempo zu den Kultzeitschriften Deutschlands und wurde vor allem von der jungen Intelligenz begeistert gelesen. Jetzt, 10 Jahre nach der letzten Ausgabe, kracht sie mit 388 Seiten, unglaublich viel Werbung und dem Hochglanzluder Kate Moss für 4,50 Euro auf deutsche Ladentische.

Maxim Biller (?Die Tochter?, ?Esra?) ist unglücklich in Deutschland. In der allseits erwarteten neuen TEMPO-Ausgabe droht er mit Auswanderung. Begründung: Probleme mit dem deutschen Patriotismus des diesjährigen Fußball-Sommers. Und noch viel mehr.

Themen der Woche vor dem 1. Advent waren u.a.: das Weihnachtsgeschäft, schlechter Sex, kleine und große Preisverleihungen und Bestseller-Listen, der Autor als Popstar, ein neuer Plagiats-Skandal oder auch nicht und natürlich: Suhrkamp.

Der Suhrkamp Verlag, gerade in der Schusslinie von knalldummen Kulturabdeckern und unzureichend flankiert von einem zwischen Ratlosigkeit und Schadenfreude irrlichternden Feuilleton, tut, was er schon immer getan hat, indem er diesen Autor pusht ? er probiert, was geht im Buch

Heute hätte Theodor Mommsen Geburtstag gehabt. Wahrscheinlich würde es 1 Jahrhundert nach dessen
Tod normalerweise kaum jemandem auffallen, wenn irgendein Altertumsforscher seinen Einhundertneunundachtzigsten hätte. Wäre da nicht dieser Preis gewesen. – Aber wie konnte die schwedische Akademie ihren großen Vorzeigepreis in seinem zweiten Jahr an einen HISTORIKER vergeben?

Lebendig begraben im eigenen Körper. Dieses seltene Schicksal namens Locked-in-Syndrom ist uns seit der ergreifenden Autobiographie von Jean-Dominique Bauby bekannt. Nur durch die Bewegung seines linken Augenlids diktierte der ehemalige Chefredakteur der Zeitschrift ELLE ?Schmetterling und Taucherglocke?. Laetitia Bohn-Derrien erlitt das gleiche Schicksal und auch sie verarbeitete ihre Erfahrungen in einem Buch. ?Ich spreche? ist die ergreifende Geschichte einer Frau, die ganz ganz langsam wieder ins Leben zurückkehrt.