Bayern von gestern: Elber hört auf

Zuletzt stand Elber in Brasilien bei Cruzeiro Belo Horizonte unter Vertrag, wo er in 40 Spielen immerhin 18 Treffer erzielte. Ursprünglich wollte Elber noch das anstehende Saisonfinale in Brasilien am 3. Dezember mitnehmen. Mit dem vorgezogenen Rücktritt zog Elber jedoch die Konsequenzen aus seinen chronischen Schmerzen im rechten Sprunggelenk, ein weiterer Grund war der Tod seines Vaters.

Nach der Verpflichtung Roy Makaays war Elber von Bayern München zu Olympique Lyon gewechselt, konnte sich dort jedoch nie richtig etablieren. Sein Wadenbeinbruch und Bänderriss im rechten Fußgelenk stammt aus dieser Zeit und tat sein übriges, dass Elber nicht wieder zu alter Stärke fand. Diese hatte er in der Bundesliga  bei zwei von drei Vereinen hinreichend demonstriert: Vor seinem von eher durchwachsenem Erfolg gekrönten Gastspiel in Mönchengladbach (nur vier Ligaspiele) stand Elber beim VfB Stuttgart und bei den Münchner Bayern unter Vertrag. Mit 133 Toren in 260 Spielen ist der Brasilianer, der im heimischen Londrina eine Rinderfarm sein eigen nennt, der treffsicherste Ausländer in der Bundesliga-Geschichte.

1997 bildete Elber unter dem heutigen Bundestrainer Jogi Löw zusammen mit Fredi Bobic und Krassimir Balakow das magische Dreieck, welches dem VfB neben einer attraktiven Spielweise auch zum DFB-Pokalsieg im Jahr 1997 verhalf. Zwischen 1997 und 2004 trug Elber das Bayern-Trikot, in welchem er unter anderem vier Meisterschaften und den Champions-League-Sieg 2001 feiern durfte. Am Gewinn der französischen Meisterschaft mit Olympique war Elber auf Grund seiner Verletzung eher wenig beteiligt. 2003 wurde Elber Torschützenkönig der Bundesliga. Sein nun endgültig letztes Profispiel bestritt Elber am 24. September diesen Jahres – ohne eigenen Treffer: Das Spiel gegen Fortaleza endete  0:0.

Servus, Giovane!

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