Ausbildung zum Tierpfleger: Was kommt auf mich zu?

Wer Tierpfleger werden möchte, sollte sich zunächst fragen, in welchem Bereich genau er arbeiten möchte. Tierpfleger gibt es mit den Schwerpunkten „Tierheim“ (u. Tierpension), „Versuchstierhaltung“ und „Wildtierhaltung“ (Zoo und Tierpark).

Grundsätzlich pflegt der Tierpfleger in allen Bereichen Tiere, jedoch handelt es sich dabei mal mehr und mal weniger stark um exotische Arten. Bei der Tierpflege in zoologischen Gärten und Wildtierparks ist es daher üblich, dass ein Tierpfleger sich auf eine bestimmte Rasse oder Gattung spezialisiert. Es wird von niemandem erwartet, dass er sich sowohl mit Meerschweinchen als auch mit Raubkatzen, Reptilien und Vögeln auskennt.

Tierpflege und die Hintergründe der Haltung

Die andere Frage ist die nach dem „Verwendungszweck“ der Tiere. Während Zootiere vor allem um ihrer selbst Willen gehalten werden und eventuell auch noch zum Zwecke der Zucht und Arterhaltung herangezogen werden, haben Versuchstiere eine sehr eingeschränkte Daseinsberechtigung – sie sollen zum Zwecke der Forschung benutzt werden.

Zwar unterliegt die wissenschaftliche Forschung in Deutschland heute sehr strengen Richtlinien, sodass kaum zu befürchten ist, dass Tierversuche durchgeführt werden, die nicht wirklich notwendig sind, jedoch ist es immer noch so, dass ein Versuchstier nur für die Erfüllung seiner Aufgabe gehalten und in vielen Fällen dabei getötet wird.

Die Aufgabe des Tierpflegers besteht hier vor allem darin, eine möglichst artgerechte Haltung zu garantieren und dem Tier so viel Pflege wie möglich zukommen zu lassen. Es gibt sogar Vorschriften darüber, wie viel persönliche Zuwendung ein Versuchstier am Tag erhalten muss. 

Schulische Voraussetzungen

In jedem Fall sollten Interessenten gute bis sehr gute Zeugnisnoten in Mathematik und Deutsch mitbringen. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Die Vergütung während der Ausbildung beträgt zwischen 640 und 780 Euro. In Deutschland gibt es zusätzlich die Möglichkeit, einen Meisterabschluss hinzuzufügen. Ähnlich gelagerte Ausbildungsberufe stellen vor allem der Pferdewirt, der Tierwirt und der Veterinärmedizinisch-technische Assistent, bzw. der Tiermedizinische Fachangestellte dar. 

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