Auletta: Das zweite Album der deutschen Indiepopper steht in den Startlöchern

Na gut, so kantig wie die Sterne oder Kante (har har) werden Auletta wohl in hundert Jahren nicht, aber wenn da nicht jemand zwischen dem Debüt „Pöbelei und Poesie“ und dem bald sprießenden „Wochenendenlosigkeit“ so einige Hamburger Helden auf dem iPod gehört hat…

Auletta quer durch die Musikgenres

Bei den Hamburger Schülern dürften sie es jedoch etwas schwierig haben, so niedlich und romantisch die Boys daher kommen, beim Bundesvision Songcontest 2010 gab es mit „Sommerdiebe“ einen dieser kecken, wenngleich leicht zuckrigen Indiepop Sommerhits, die mit Mitklatsch-Effekt und sicherlich nur unbewusst stibitztem Rooney-Riff total steil gehen, aber bei den echten Indieleuten, die mit Trainingsjacke und ohne Skinny Fit, nie so richtig zünden. Müssen sie auch gar nicht, denn Auletta scheinen sich in der Welt des Pop ganz wohl zu fühlen und genau dort scheint auch ihr Potential zu liegen.

Mit ihrem Debütalbum „Pöbelei und Poesie“ konnte man sie im Musikvideo zu „Ein Engel und ein König“ noch als Mando Diao Klone sehen (die Produktion war da leider etwas zu sehr von „Sheepdog“ und quasi jedem Strokes Video beeinflusst), dafür gabs aber „All eyes on“-Aufmerksamkeit vom damals schon vor sich hin röchelnden MTV, was dennoch einen Schwung neuer Fans brachte.
Die Fanschar wuchs jedoch auch mit jedem der unzähligen Konzerte, die die Band wie Duracell Häschen eins nach dem anderen gaben, Respekt vor so viel Arbeitswut und zusätzlich zu einem scheinbar guten Draht zu Fans, Freunden und dem Streetteam. Für so viel Hingabe gab es dann auch Shows mit Art Brut den Kooks und Wir sind Helden. 

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Mittlerweile hat man sich jedoch musikalisch weg von der Insel und mehr auf seine heimatlichen Wurzeln besonnen und fährt damit nicht schlecht. Ein wenig Synthiepower, denn die feiert ja gerade große Feste, dazu ein wenig Hund am Strand Flair, eben die Hamburger Schule light, sehr schön, sehr handzahm, sehr gut geeignet für die Tanzfläche oder euphorische Radiodurchläufe.

Damit kennt sich der Produzent für „Make Love Work“ Olaf Opal auch schon verdammt gut aus, Liquido, die Sportfreunde Stiller oder Juli profitierten schon von seinem sicheren Händchen für kompakten, sauberen Sound, der dem geneigten Ohrwurm-Fan schmeichelt.

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Ihre neuste Single des Albums, der titelgebende Song „Make Love Work“ hat definitiv das Zeug, Eindruck auf die deutschen Charts zu machen und rein textlich muss man auch zugeben, dass Auletta mehr drauf haben, als so manch andere populären Chartgrößen, zwar klingt einiges poetischer, als es eigentlich ist, aber dafür scheinen sich die Jungs tatsächlich Gedanken über die Inhalte ihrer Songs zu machen.

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Und überhaupt, bevor wir das neue Album „Make Love Work“ (VÖ 12.8.2011) nicht in den Händen halten, bzw. es in den Player legen, bleibt das Potential des brandfrischen Auletta-Sounds hinter den zwei Singles versteckt. Wir sind gespannt. Bis dahin kann man sich ja schon einmal die brandneue, glänzende, Zitronen frische Website ansehen, nicht zuletzt, um sich die Tourdaten im August zu notieren.

Eine Meinung

  1. hey das ist wirklich coole musik.. werde gleich mal bestellen bei amazon…
    danke fürs teilen!

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