Aroniasaft: Rezepte und Wirkung der Apfelbeere (Aronia melanocarpa)

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht: sobald im Herbst irgendwo schwarze oder rote Beeren, am besten intensiv und leuchtend, in dicken Reben an den Büschen hängen, bin ich zugleich hingerissen und alarmiert. Denn wer kennt sie nicht, die Geschichten, die Oma und Eltern früher erzählt haben, wenn es um Vogelbeeren, Fliegenpilze, Herkulesstaude und Knollenblätterpilze ging?

Und als sich bei mir in dem dicken Rosen-Topf auf meinem Balkon ein über den Sommer prächtig gediehenes Beerengewächs entwickelte, habe ich erst einmal eine Warnung ausgesprochen. Dabei stellte sich die wuchsfreudige Schönheit als Aroniabeere, als Apfelbeere, heraus. Und zwar genau als Aronia melanocarpa, die auch Schwarze Eberesche genannt wird. Der Schädlingsplage auf meinem Balkon im Hochsommer hat die Apfelbeere getrotzt und bedankt sich für meine Neugierde an ihr mit vielen schwarzen Beeren.

Aroniasaft: ein gesundes Früchtchen!

Die Apfelbeere enthält Anthocyane, eine bestimmte Art von Bio-Flavonoiden. Flavonoide wiederum sind sekundäre Pflanzenfarbstoffe, die die Apfelbeere für ihren Stoffwechsel ausbildet. Diese Pflanzenfarbstoffe schützen die Pflanzen unter anderem gegen UV-Strahlung und kurzwelliges Licht. Für den menschlichen Organismus agieren die Flavonoide als Radikalenfänger und Antioxidans. Besonders positiv wirkt sich der Verzehr von Lebensmitteln mit diesen Inhaltsstoffen auf das Immunsystem, das Herz-Kreislauf-System und die Darmflora aus. Gern wird in diesem Zusammenhang von ´Anti-Aging´-Mitteln gesprochen…

Studien belegen antientzündlichen Eigenschaften der Apfelbeere, die einen höheren Anthocyan-Gehalt hat als Blaubeeren, Cranberries und Preiselbeeren. Da ich bisher Cranberries aus diesem Grunde zur Abwehr einer Blasentzündung eingesetzt habe, werde ich es vielleicht doch einmal anstatt dessen mit Apfelbeeren probieren. Ein tolles Obst und ein Baustein einer gesunden Küche!

Apfelbeerensaft: sauer macht lustig!

Wie Sanddornsaft hat dieser vitaminreiche Saft nach dem Auspressen einen typischen, säuerlichen Geschmack und ist damit Nichts für Leute, die es gern süß haben. Mit Honig oder Zucker nachgesüßt wird der Aroniasaft zu einer feinen Leckerei, die man je nach Lust und Geschmack einsetzen kann.

Verfeinern Sie Soßen damit oder reichen Sie es zu einem Dessert. Schon die Farbe des Saftes macht den Nachtisch auch zu einem optischen Genuss. Apfelbeerensaft ist durch die enthaltenen Pflanzenfarbstoffe (Anthocyane) stark färbend. Flecken in Textilien gehen so gut wie gar nicht raus. Deswegen zur Herstellung von Aroniasaft am besten eine Schürze tragen!

Rezepte mit Apfelbeerensaft

Grundrezept Aroniasaft

Wer Beerensaft selber machen will und wie ich keine professionelle Saftpresse besitzt, tut dies am besten so: Apfelbeeren mit einer Tasse Wasser in einen Topf geben, beim langsamen Erhitzen tritt der Saft aus den Früchten. Den Saft absieben, nach Bedarf süßen und sofort heiß in saubere Flaschen füllen. Achtung, falls Sie mit Honig süßen wollen: die guten Inhaltsstoffe des Honigs werden ab über 40 Grad Celsius zerstört!

Rezept für Apfelbeeren-Gelee

250 ml Wasser in einem Topf erwärmen. Zwei Esslöffel Apfelpektin und drei Esslöffel Zucker mischen, in das warme Wasser geben und aufkochen, dann weitere 180 g Zucker und sieben Esslöffel Aroniasaft einrühren und aufwallen lassen. Das heiße Gelee in Einmachgläser füllen und diese gut verschließen.

Info-Tipps zur Apfelbeere

Eine Seite rund um die Apfelbeere www.apfelbeere.org

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