Anleitung zum Lasieren von Oberflächen

Beim Lasieren handelt es sich um das mehrfache Auftragen von dünnen, nicht deckenden Farbschichten. So können unter anderem Holzmöbel beschichtet werden und Wände individuell gestaltet werden.

Eine lasierte Oberfläche hat den Vorteil, dass sie im Vergleich zu einer deckenden Beschichtung äußerst lebhaft aussieht, da sie dem Betrachter stets neue Strukturen und farbliche Schattierungen bietet. Zudem kommt es durch die Überlagerungen der Farben zu einem dreidimensionalen Effekt.

Lasieren : Was wird benötigt

  • Lasur in der gewünschten Farbe
  • Farbrolle mit entsprechender Farbwanne
  • Wischhandschuh
  • Acryltiefengrund für die Bearbeitung von Wänden
  • Abdeckfolie und Kreppband
  • Pinsel
 

Lasieren : So wirds gemacht!

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Lasieren von Wänden

Ist die zu behandelnde Wand bereits glatt verputzt und staubfrei, kann direkt der Acryltiefengrund aufgetragen werden, damit die saugende Fläche versiegelt wird. Nachdem der Untergrund getrocknet ist (ca. 12 Stunden) kann mit dem Lasieren begonnen werden. Befindet sich Tapete an den Wänden, kann diese entweder gelöst werden oder es wird überprüft, ob sie fest an der Wand sitzt und keine Ecken abstehen. Anschließend kann Seidenlatexfarbe aufgetragen werden, die ca. 4 bis 5 Stunden trocknen sollte. Sollte sich eine weiße Raufasertapete an der Wand befinden, kann man die Lasur direkt auftragen.
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Ist der Untergrund trocken und sauber, kann die Lasur aufgetragen werden. Dies erfolgt ähnlich wie Streichen, wobei jedoch nicht darauf geachtet werden muss, dass die Farbe gleichmäßig aufgetragen wird, da der gewünschte Effekt erst im nächsten Schritt erzeugt wird. Dies ist nur die Grundlage und das Lasur auftragen erfolgt im nächsten Schritt.
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Das Verwischen erfolgt durch den speziellen Wischandschuh. Einfach den Handschuh in die Lasur tauchen und diese mit immer der gleichen Bewegung auf der Wand verwischen. Leichter geht es, wenn der Handschuh zuvor in Wasser getaucht wird. Die Wischtechnik sorgt für eine wunderschöne Wanddekoration.
Am Besten fängt man unten mit dem Verwischen an, da so keine unschönen Streifen entstehen.
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Lasieren von Holzfenstern

Fenster sollten in der Regel alle 2 bis 3 Jahre einen neuen Anstrich bekommen, je nachdem wie sich das Klima an den Fenstern zu schaffen gemacht hat.
Zunächst muss herausgefunden werden, ob das Fenster zuvor mit einer lösemittelhaltigen Lasur oder mit einer Lasur auf Acrylbasis behandelt wurde. Dies kann mit einem Probeanstrich einer lösemittelhaltigen Holzlasur getestet werden. Treten nach dem Anstrich keine Blasen auf, kann man davon ausgehen, dass zuvor auch eine lösemittelhaltige Substanz verwendet wurde. Im anderen Fall muss mit einer Acryllasur gearbeitet werden.
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Die Annahme, dass Fenster vor dem Lasieren abgeschliffen werden müssen, ist falsch. Dies ist nur im Fall von sehr verwitterten Fenstern der Fall. Ansonsten reicht es aus, wenn 160er Schleifpapier zum Einsatz kommt, mit dem man den Glanz der vorherigen Lasur entfernt. Anschließend muss das Holz gut entstaubt und gesäubert werden.
Es empfiehlt sich, mindestens zwei Anstriche aufzutragen, da das Holz den ersten Anstrich oft aufsaugt und das Ergebnis ungleichmäßig aussieht. Je nach Saugkraft des Holzes können bis zu sechs Anstriche erforderlich sein.

Tipps und Hinweise

  • Statt eines Wischhandschuhs kann auch ein Baumwollhandtuch für die Wischtechnik benutzt werden.
  • Bei stark saugendem Untergrund sollte zuvor eine Dünnschichtlasur aufgetragen werden.
  • Sollte das Material stark verwittert gewesen sein, zwischen den einzelnen Anstrichen das Holz leicht anschleifen.
  • Bei Lasuren auf Acrylbasis sollten Pinsel mit Polyesterborsten benutzt werden, da Naturborsten aufquellen.
Schwierigkeitsgrad:  

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