Angespielt: Over G Fighters

Ehrlich, mit Flugspielen und Simulatoren, egal welcher Art, konnte man mich in den vergangen Jahren jagen. Lieber Griff ich zu bewährten Sportspielen, wie Fight Night, PES etc. oder Action Games, wie in etwa Splinter Cell oder Far Cry. Nun kam mit Over G Fighters ein neues Produkt auf den Markt, wo der Spieler mit über 30 verschiedenen Kampfjets die Welt vor Rebellen schützen soll.
 
Doch auch als ich Over G Fighters bereits eine halbe Stunde gespielt hatte, sollte sich der Wunsch nach etwas anderem nicht ändern. Denn: das Briefing vor jeder Mission(wie man es z.B. von Splinter Cell kennt) findet in einer äußerst altbackenen Art und Weise statt. Kleiner Comic-Kopf, der seinen Text runterrattert und grafisch noch auf dem Niveau von dem Super Nintendo ist. Microsofts „neue“ Superkonsole hätte da besseres verdient gehabt. Grafische Schwächen zeigt das Spiel auch bei der Landschaftsgestaltung, wo ich doch glatt das Spiel Blazing Angels(auch aus dem Hause Ubisoft) erwähnen und empfehlen muss, weil mich dort die Detailtreue der Nebenschauplätze sehr überzeugt hat. Bei Over G Fighters fällt dies ein wenig dünn aus und die Entwickler von Taito hätten sich ein wenig mehr Mühe geben können/müssen.
 
Was die Herren jedoch in der Umgebung verschlafen, machten sie bei der grafischen Umsetzung der Jets und Cockpits wieder wett. Ein Hammer! Es wurde penibel darauf geachtet wirklich jeden einzelnen Schaltknopf oder Fahrwerkbutton mit einzubauen, was sehr löblich ist. Kein grafisches Gewusel, sondern ein übersichtliches und fein verarbeitetes Highlight in diesem Spiel.
 
Was weniger stört, ist die Tatsache, dass der Spieler auf ein Tutorial verzichten muss (welches heutzutage ja das standardmäßige virtuelle Handbuch geworden ist), weil es vor dem Missionsstart eine Übungsmission gibt, in der die Over G-Spieler ihren Jet so lange malträtieren können, bis sie ihn beherrschen. Hat man den Lernprozess durchlaufen geht es an die Missionen, die angeblich komplett frei wählbar sein sollen. Sind sie ja auch zum größten Teil, doch um in dem Spiel wirkliche Fortschritte zu erzielen, muss sich der Spieler an die Vorgaben des Herstellers halten und die Top-Missionen erfüllen.

Nach einiger Zeit habe ich mich allerdings gefragt, ob sich die Missionsziele auch noch einmal andere sind, als die feindlichen Luft- und Bodentruppen zu zerstören. Besonders abwechslungsreich ist das nicht. Trotzdem macht es viel Spaß mit den vielen verschiedenen Jets die Gegner platt zu machen und einen Bonus nach dem anderen zu erhalten, weil es Taico damit gelingt den Spielspaß aufrecht zu erhalten. Stark sind auch die Missions-Replays, die grafisch wieder an das Intro des Spiels erinnern und jeden Kampf spannender aussehen lassen, als er in Wirklichkeit war. Fesselnd ist auch der 5.1 Sound, der die Ohren des Spielers im Handumdrehen erobert. Einfach nur geil dieser Kampfjet-Sound! Hinweis: belasst es bei eurer Dolby Digital Anlage nicht bei den Werkseinstellungen, sondern konfiguriert jede Box einzeln. So ist es möglich auch die Bordwaffen und Raketen akustisch bestens zu registrieren.
 
Über den Online Modus möchte ich nicht allzu viel erwähnen.

Zwei Modi: erstens das gegenseitige Abballern des Feindes und die nächste Variante wäre dann die Zerstörung der Festung des Gegners. Nicht besonders kreativ, weshalb ich mich dann auch nach kürzester Zeit wieder ausloggte. 
 
Insgesamt ist dieses Spiel ein bisschen simpel gestrickt und die Profis unter den Spielern kommen zügig voran. Die Option zum Wechsel zwischen Arcade und Simulations Modus hätten sich die Entwickler sparen können, weil im Simulationsmodus einzig die Steuerung der Seitenruder verlangt wird, soweit ich das richtig herausgefunden habe. Völlig langweilig ist der Online Modi, der mich genauso zum Gähnen gebracht hat, wie die Grafik außerhalb des Cockpits. Gleichwohl ist die Kritik damit beendet und der Sound, die Cockpit-Grafik, die vielen Boni und die Top-Replays haben ein fettes Lob verdient. Obwohl ich mir mit der Zeit neue Aufgaben in den Missionen gewünscht habe, machen auch diese dauerhaft Spaß, weil es neben den Hauptmissionen auch viele „Submissions“ zu lösen gilt, in denen es ohne Ende Belohnungen und Highscores zu holen gibt. Ein Anreiz, der stark zum Weiterspielen verleitet.

5 Meinungen

  1. Ich finde auch, dass es am Geld nicht scheitern sollte, denn es handelt sich hier doch in der Regel um Beträge, die für die meisten Familien erschwinglich sind. Wenn es um die Bildung der Kinder geht, könnte man ja notfalls auch auf das eine oder andere verzichten – würde ich auch tun, wenn nicht viele der Privatschulen sehr religiös angehaucht wären. Oder eine bestimmte Richtung, wie zum Beispiel die Steiners vertreten. Ich finde vieles davon im Kern der Sache gut, kann mich aber nicht genügend damit identifizieren, um zu versuchen (!) meine Kinder an einer solchen Schule unterzubringen. Bleibt also nur die staatliche Schule mit all ihren Nachteilen – und dem nicht unwichtigen Vorteil, dass die Schulfreunde aus dem gleichen Wohngebiet sind.

  2. Nach unseren Erfahrungen an unserer – staatlichen – Grundschule, ist es ein Wunder, dass Eltern nicht scharenweise zu privaten Schulen überlaufen…Nachzulesen unter:http://schule-der-ganz-normale-wahnsinn.blogspot.com/

  3. Wir leben auf dem Land, bei uns gibt es zur staatlichen Schule keine Alternative. Deswegen versuchen wir mit aller Kraft, das öffentliche System zu verbessern. Die Kinder sollten z.B. nicht so früh schon nach ihren Leistungen selektiert werden. Mehr Info unter http://www.haureka.de/laenger-gemeinsam-lernen.htmwww.haureka.de/laenger-gemeinsam-lernen.htm

  4. Mit Bewunderung habe ich diesen Post gelesen. Ich glaube, ich hätte nicht so direkt und doch so ruhig über unser staatliches Schulwesen schreiben können. Ich habe selbst zwei Jungs in einer Grundschule (2. und 4. Klasse). Der Lehrstoff wird nur noch oberflächlich angekratzt. In einer Woche lernen die Kinder dies, in der anderen Woche schon wieder etwas ganz anderes. Der Lehrstoff drückt. Was wir in fünf Klassen gelernt haben, muß heute noch in der dritten und vierten eingetrichtert werden. Langsamere Lerner unter den Kids bleiben außen vor. Eltern (bei denen es zeitlich überhaupt möglich ist) müssen diese Nachteile abfangen. Ausgefallene Unterrichtsstunden sind sowieso an der Tagesordnung. Weiterbildungsseminare der Lehrer werden in der ersten Woche nach den Ferien abgehalten. Wer organisiert so etwas???Und auf der anderen Seite wirklich gute Konzepte von Privatschulen. Es geht doch.

  5. Ich denke, dass private Schulen in der Tat „besser“ sind als öffentliche. Das kann ich sagen, weil ich selbst auf einer Privatschule bin und viele andere aus öffentlichen Gymnasien kenne. Bei uns ist die atmosphäre einfach nur viel besser, Lehrer verstehen sich gut mit Schülern, etc.Es gibt sogar Leute, welche nach Schulabschluss trauig sind (!!), von der Schule zu gehen.Es ist aber auch klar, dass es zu so einem Zusammenleben Konzept und auch Geld braucht…Geld das man anscheinend bei öffentlichen Schzulen nicht ausgeben kann.

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