Allmende-Kontor Berlin: Gemeinschaftsgarten auf dem Tempelhofer Feld

Nachdem der Tempelhofer Flughafen seinen Flugbetrieb vor einigen Jahren eingestellt hatte, blieb es um die Zukunft des Tempelhofer Feldes zunächst ungewiss. Vorerst war die ehemalige Landebahn als Park für die Öffentlichkeit zugänglich. Ein internationaler Wettbewerb bot Landschafts-architekten die Möglichkeit, ihre Vorstellungen für die Zukunft des ehemaligen Flughafen-geländes zu äußern. So entstand die Idee eines Gemeinschaftsgartens auf dem Tempelhofer Feld.

Das Allmende-Kontor Berlin: Öffentlicher Raum für Alle

Allmende als landwirtschaftlicher Begriff bedeutet einfach, dass eine Nutzfläche in gemeinschaftlichem Besitz ist und daher auch von allen in Anspruch genommen werden kann. Öffentlicher städtischer Freiraum soll als Allmende gemeinschaftlich, kooperativ genutzt und gestaltet werden. Der Gedanke hinter diesem Pionierprojekt ist, dass das Allmende-Kontor Berlin eine Anlauf- und Vernetzungsstelle für Akteure und Interessierte einer gemeinschaftlichen und urbanen Landwirtschaft bieten möchte. Auf den Prinzipien der ökologischen Nachhaltigkeit und biologischen Vielfalt aufbauend soll das Allmende-Kontor für alle und von allen entwickelt werden und so gemeinschaftliches Gärtnern in einem „Garten für alle“ mitgestaltbar machen. Begleitet werden die einzelnen gärtnerischen Projekte von Aktivisten der Gemeinschaftsgartenszene, die ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit Interessierten teilen wollen.

Allmende-Kontor Berlin: Engagement auf dem Tempelhofer Feld

Geplant waren bereits im letzten Jahr ein Ressourcenpool zum Verleih von Geräten und eine Saatgutbank, die Saatgut aus Berliner Gemeinschaftsgärten sammelt, speichert und dann zum Teil über Tauschhandel wieder in die Gärten zurückgelangt. Das Allmende-Kontor Berlin arbeitet zwar ehrenamtlich, allerdings muss jährlich ein pauschales Nutzungsentgelt von 5000 Euro bezahlt werden. Daher ist das Projekt auf jede Form von Spenden und Unterstützung z. B. durch das zur Verfügungstellen von Erde, Planzen, Geräten etc. angewiesen. Auch die Patenschaft für ein Stück Tempelhofer Feld für das Allmende-Kontor zu übernehmen, bietet eine Möglichkeit sich für das Projekt zu engagieren.

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