Der Tempelhofer Park war einst Exerzierplatz in der Kaiserzeit, dann experimentierten hier die ersten Luftfahrtpioniere Otto Lilienthal, Graf Zeppelin und die Gebrüder Wright und schließlich wurde die große Freifläche zum ersten Berliner Zentralflughafen.
Zwischen 1923 und 1975 konnten hier die Bürger Berlins in die Welt reisen. Eine ganze besondere Bedeutung kam dem Flughafen in der Zeit des Kalten Krieges zu, als Westberlin blockiert wurde, und die berühmten Rosinenbomber hier in einer immerwährenden Schleife landeten, um über dem Westteil der Stadt Nahrungsmittel und andere wichtige Utensilien abzuwerfen.
Während der ersten Jahre der gesamtdeutschen Teilung war der Flughafen Tempelhof zudem die einzige Möglichkeit der West-Berliner, die Stadt zu verlassen.
Seit 2008 lag das Gelände dann fast ganz brach, vorher starteten hier nur noch vereinzelt Maschinen, in den Jahren zwischen 1975 bis zur Wiedervereinigung sogar gar keine zivilen mehr. Tegel und Schönefeld bedienten mittlerweile den gesamten Flugbetrieb in Berlin.
Tempelhofer Park: Neue Grünfläche in Berlin
Der nun entstandene Tempelhofer Park ist das wohl weiteste freie Gelände in ganz Berlin und wer darauf wandelt fühlt sich schon ein wenig klein und unbedeutend. So richtigen Parkcharakter wird er erst durch die Nutzung der Berliner bekommen und die können hier zu den Öffnungszeiten (siehe unten) den schönsten Sportarten frönen, denn Platz ist wirklich genug. Darüber hinaus gibt es natürlich auch genügend Möglichkeiten, um sein Geld an der einen oder anderen Ecke zu lassen. Zum Beispiel für ein Eis oder eine Bratwurst.
Alle wichtigen Infos zum Tempelhofer Park im Überblick:
Öffnungszeiten
Mai: 6.00 Uhr – 21.30 Uhr
Juni: 6.00 Uhr – 22.30 Uhr
Juli: 6.00 Uhr – 22.30 Uhr
Der Eintritt ist frei und wird dies auch bleiben.
Hunde: Es gilt Leinenpflicht, Auslaufgebiete sind ausgewiesen.
Grillen: Ist ebenfalls nur in den ausgewiesenen Bereichen erlaubt. Eine Übersichtskarte finden Sie hier.
Befestigte Wege dürfen zum Radfahren und Skaten genutzt werden. Darüber hinaus gibt es spezielle Aussichtspunkte, von denen aus man die gesamte Stadt überblicken kann (Fernglas nicht vergessen!).
Eingänge: Oderstraße, Columbiadamm, Tempelhofer Damm
Anfahrt
Am besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: Tempelhofer Damm (U6 bis Tempelhof oder S-Bahnhof Tempelhof); Oderstraße (U8 bis Leinestraße oder Neukölln); Columbiadamm (U6 bis Platz der Luftbrücke dann weiter mit dem Bus bis zur Golssenerstraße oder Friedhöfe Columbiadamm)
