A.M. Jenkins: Schattenliebe

Eigentlich hat Evan überhaupt keinen Bock, in dieses alte viktorianische Haus zu ziehen, das seine Mutter ihm und seiner kleinen Schwester ohne Unterlass als Schmuckstück anpreist. Es ist abseits der belebten Wohngegenden, alt, verkommen und irgendwie seltsam. Aber es ist ein Traum seiner Mutter und die hat in letzter Zeit mit der Scheidung schon genug mitgemacht. Evan fügt sich also in sein Schicksal und gewöhnt sich dran. Trotzdem: irgendetwas bleibt unheimlich. Seine nächtlichen Träume von einem wunderschönen blonden Mädchen werden immer realer, seine 5-jährige Schwester Libby sieht Gespenster … Doch dann übergibt Evans Mutter ihm eine alte Blechschachtel mit Briefen und Fotos und so langsam aber sicher nimmt Cora Gestalt an.

Die Geschichte des jungen Mädchens, das bei einer heimlichen Liebesnacht unter unglücklichen Umständen ums Leben kommt, das nun verzweifelt durch das Gemäuer geistert und in Evan ihren Geliebten zu erkennen glaubt, ist einfach nur wunderschön. Besonders gelungen sind Coras Gedanken, in einzelnen Wörtern, Wortblöcken oder kurzen Sätzen über die Seiten verteilt und damit eindeutig als „Geistersprache" gekennzeichnet – im steten Wechsel mit der normalen Erzählsprache. Dieses Buch ist mal was anderes und es ist richtig gut.  

A.M. Jenkins: „Schattenliebe", aus dem Amerikanischen übersetzt von Franziska Gehm (Originaltitel: Beating Heart – A Ghost Story), erschienen im Februar bei Beltz & Gelberg in der Gulliver-Reihe, ein Taschenbuch mit rund 250 Seiten für 7,90 €. 

2 Meinungen

  1. Das Buch habe ich letztens auch in die Finger bekommen, habe es gleich durchgelesen. Kann man sicher auch allen Fans von „Bis(s) zum…“ empfehlen.

  2. Das Buch habe ich letztens auch in die Finger bekommen, habe es gleich durchgelesen. Kann man sicher auch allen Fans von „Bis(s) zum…“ empfehlen.

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