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    Start » Großzügige Portionen machen schlapp
    Besser Leben

    Großzügige Portionen machen schlapp

    24. Dezember 20162 Minuten Lesezeit

    Heute ist Heiligabend und bereits in wenigen Stunden werden fast alle von uns viel und genüsslich essen. Doch besonders dieses gute Essen macht uns immer wieder schlapp. Wir verraten warum.


    Würstchen mit Kartoffelsalat ist noch immer der Klassiker am Heiligen Abend in Deutschland. Bei fast einem Drittel der Haushalte stehen Gans, Ente und Co mit den entsprechenden Beilagen auf dem weihnachtlichen Speiseplan. Hinzu kommen Plätzchen, Marzipan, Lebkuchen und andere Leckereien. So wundert es nicht, dass eine Umfrage ergeben hat, dass 80 Prozent angeben, über Weihnachten mehr zu essen als sonst. Hat man zwischen Weihnachten und Silvester Urlaub, geht es häufig bis Silvester weiter mit dem guten Leben. Am Ende steht kein munterer Start ins neue Jahr, sondern ein paar Kilo mehr auf den Hüften und Energiemangel.

    Das üppige, schwere, fettreiche Mahlzeiten unmittelbar nach dem Verzehr müde machen, ist kein Geheimnis. Der Grund: Nach einem solchen Essen fließt das Blut vermehrt in den Bauch, wo es für die Verdauung, die Aufnahme und den Transport von Nährstoffen benötigt wird. An anderer Stelle, zum Beispiel im Gehirn, fehlt dann sauerstoffhaltiges Blut. Der Konsum besonders vieler Kohlenhydrate kann zudem dazu führen, dass der Blutzuckerspiegel stark ansteigt und anschließend wieder abfällt. Auch das macht müde.

    Je nach Art unserer Ernährung kann unser Essen sogar dauerhafte Müdigkeit und Erschöpfung fördern. Ob es dies tut, hängt davon ab, ob wir eher säurebildende oder eher basische Lebensmittel verzehren.

    Unser Körper ist bestrebt, einen Säure-Basen-Gleichgewicht aufrecht zu erhalten. Dieses Gleichgewicht wird vor allem über Nährstoffe aus unserer Ernährung reguliert. Entscheidend dabei ist nicht, ob etwas sauer schmeckt, sondern wie es verstoffwechselt wird. Säurebildend sind vor allem Fleisch, Wurst, Käse, Weißmehlprodukte und Süßigkeiten. Bei diesen Lebensmitteln sollte man daher eher Zurückhaltung üben, damit es nicht zu einer Übersäuerung kommt. Basisch wirken dagegen fast alle Gemüse und Früchte sowie Wasser und Kräutertees. Hier sollten Sie zugreifen! Am besten ist es, wenn die Nahrung nur zu etwa einem Fünftel aus säurebildenden Speisen besteht. Für die Feiertage heißt das: Essen Sie lieber viel Rosenkohl und Kartoffeln und nur wenig von der fleischlichen Beilage. Und beim Nachtisch sollten Sie den Apfelstrudel bevorzugen.

    Wenn es dann im Januar mit den üppigen Mahlzeiten ein Ende hat und Müdigkeit und Erschöpfung dennoch anhalten, könnte dies an einer Übersäuerung liegen. Probieren Sie, ob eine basisch wirkende Ernährung Ihnen neue Kräfte verleiht. Wenn nicht, können Ihnen Arzt und Apotheker mit eventuellen Nahrungsergänzungsmitteln weiterhelfen.

    Foto: Thinkstockphotos, dv785021, DigitalVision, Digital Vision.

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