50 Jahre – na und!

Der 50. Geburtstag – das ist wohl etwas Besonderes. Klar, jeder runde Geburtstag ist ein Jahrestag, der einen zum Grübeln bringt. Was wird die Zukunft bringen? Werden meine Haare grau und graben sich die Linien um die hängenden Mundwinkel noch mehr ein, und was ist mir der Falte auf meiner Stirn? Bleibe ich gesund und fit oder gehöre ich zum alten Eisen?

Naja, so schlimm ist es doch nicht! Ein Tag auf dem Kalenderblatt bedeutet nicht, dass das Leben sich radikal verändert. Selbst schuld, wenn man auf einmal alles schwarz sieht. So wie meine Freundin. Sie steht in diesem Jahr vor ihrem fünfzigsten, und ich glaube das bereitet ihr mächtig Kopfzerbrechen.

Ich selbst bin erst fünfundvierzig und mit meinem Leben rundum zufrieden. Bei meiner Freundin Usch verhält sich dies anscheinend ganz anders. Eigentlich möchte ich sie euch lieber als Ursula vorstellen, denn das ist ihr eigentlicher Name. Kein Mensch tauft seine Tochter auf Usch, oder? Andererseits ist heute alles möglich, wenn man die Namenskreationen der Prominentensprösslinge betrachtet. Devise: Je exotischer um so besser – nur nicht normal wirken. Vor fast fünfzig Jahren war das noch nicht so – da wurden Mädchen auf Ursula getauft, weil diesen wohlklingenden, geschlechtsspezifischen Namen jeder aussprechen und schreiben konnte. Dennoch ist meine Ursula zu Usch entartet, weil sie, wie sie selbst sagt, wie eine Usch aussieht. Ich mag jetzt nicht weiter auf das Thema eingehen, denn das Aussehen meiner Freundin ist ein Kapitel für sich.

Ich bin vor Kurzem bei ihr zum Nachmittagskaffee eingeladen gewesen und ihr glaubt nicht, was ich neben ihrem Drucker am Computer entdeckt habe.

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