250 Ideen für das erste Jahr mit Baby – größtenteils extrem seltsam

Ohne Zweifel, ein paar gute Ideen sind ja zu finden, aber teilweise fragt man sich schon, ob amerikanische Mütter einfach anders ticken oder ob gerade diese zwei in einer geistigen Welt leben, die von meiner bzw. der der durchschnittsdeutschen Mutter meilenweit entfernt ist. Es werden Beschäftigungstherapien für das Kind vorgeschlagen, die man dann beenden sollte, wenn das Kind zu würgen beginnt, man bekommt den ‚hilfreichen‘ Tipp, doch mal in der Arbeit blau zu machen oder dies gar dem Mann vorzuschlagen und am besten – aber rein vom Amüsiergrad her – fand ich die Idee, in Geschäften anzurufen und diese zu bitten, ihr Sortiment auf der Straße anzubieten, wenn man gerade dabei ist, sein Baby per Auto – wie umweltfreundlich – in den Schlaf zu wiegen und keinesfalls den Motor abschalten könne.

Ich weiß nicht, womit die amerikanische Mutter in der Regel ihre Zeit verbringt, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Tipp wie „Zelten Sie doch einmal in einem Campingladen und verstecken Sie sich dort in einem ausgestellten Zelt mit mehreren Luftmatratzen, zwitschernden Spielzeugvögeln und knallbunten Wasserflaschen. Sie werden einen Wahnsinnsspaß haben“ selbst im Land der unbegrenzten Möglichkeiten auf offene Ohren trifft. Ich habe mir gerade vorgestellt, was hierzulande passieren würde und ich denke, man kann noch froh sein, wenn man ‚nur‘ Hausverbot bekommt. Vielleicht ist das mit dem ‚Wahnsinnsspaß‘ ja auch einfach wörtlich zu nehmen.

Vgs ist normalerweise für echt gute Ratgeber bekannt, aber dieser hier ist dann doch eher ziemlich überflüssig und eignet sich höchstens als Spaß-Geschenk. Für jemanden, mit einem ziemlich schrägen Humor.

Heather Gibbs Flett/Whitney Moss: „Willkommen im Mama Club“, erschienen im Februar 2009 bei Egmont Vgs. Das broschierte Buch kostet 12,95 Euro.

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