Wer zuerst zieht, lebt länger!

Seit dem 01.10.2005 darf dort aus allen Rohren gefeuert werden, wenn sich jemand unrechtmäßig und mit Gewalt Zutritt zu einem Grundstück verschafft. 14 US-Bundesstaaten haben inzwischen nachgezogen und gleichlautende Regelungen erlassen.

Zur Verteidigung von Grund und Boden darf nach der neuen Gesetzeslage jeder Eindringling erschossen werden. Unerheblich ist, ob er tatsächlich eine unmittelbare Gefahr für den Grundstücksbesitzer darstellt. Die Chancen, vor Gericht ohne Verurteilung davonzukommen, sind nun für schießwütige Waffennarren deutlich gestiegen.

Die Frontkämpfer für diese Gesetzesänderung sehen insbesondere im Abschreckungseffekt Rechtfertigung genug, Einbrecher zu Freiwild zu erklären. Die weitere Begründung ist gleichermaßen logisch wie perfide: Mögliche Täter würden es sich nun zweimal überlegen, ob sie sich aggressiv verhielten. Das setzt natürlich voraus, dass die Zeit zur Überlegung bleibt und sich nicht schon prophylaktisch ein Kugelkanal den Weg durch den Kopf des potentiellen Täters gebahnt hat. Sonst geht dort allenfalls der Wind, aber kein Gedanke mehr durch.

Die Waffengegner von der Vereinigung „Kampagne Brady" warnen nun ausländische Touristen, sich tunlichst nicht an Diskussionen zu beteiligen, geschweige denn, fremde Grundstücke zu betreten. Auch die Tourismusbranche in Florida hat gegen das neue Gesetz protestiert, weil sie einen Imageschaden fürchtet.

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Eine Meinung

  1. Sie haben das Recht zu schweigen……lol

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