Das Erysipel wird durch eine Infektion mit Streptokokken oder Staphylokokken ausgelöst, die innerhalb von einigen Stunden eine Entzündung der zweiten Hautschicht (Lederhaut) verursachen.
Erste Anzeichen eines Erysipels
Erste Anzeichen einer Kokkeninfektion, sind die Ausweitung der Wunde mit Eiterbildung und eine zunehmende Verhärtung des Gewebes um eine Wunde herum. Die Wunde selbst, kann bei einer Infektion nässen. Auch andere offene Wunden können durch Kontakt mit den ausgeschiedenen Sekreten infiziert werden.
Das Erysipel ist eine Entzündung, bei der sich Flüssigkeit im Ledergewebe um die eigentlich Wunde sammelt. An der druckempfindlichen Verhärtung entwickelt sich ein brennender und juckender Schmerz. Wenn eine solche Wundrose auftritt, sollte ein Arzt aufgesucht werden um andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen auszuschließen.
Als Folge der Infektion können Fieber und Schüttelfrost hinzukommen, gleichzeitig beginnt der entzündete Bereich zu schmerzen. Die Entzündung betrifft auch die Lymphbahnen, weshalb die Ausläufer entlang der Lymphbahnen verlaufen bis hin zu den Lymphknoten, die ebenfalls befallen werden können.
Diagnostik und Behandlung der Wundrose
Ein Arzt wird zuerst die eingedrungenen Bakterien bestimmen, dazu wird ein Abstrich von der offenen Wunde oder aber von der Flüssigkeit des Erysipels genommen. Um Letzteres vornehmen zu können, wird die Entzündung durch einen kleinen Schnitt eröffnet und das austretende Sekret aufgefangen und Kulturen angelegt um den Stamm zu bestimmen.
Die Behandlung erfolgt meist medikamentös durch die Einnahme verschiedener Antibiotika, diese wirken gegen die Bakterien. Schmerzmittel können ebenfalls im Zuge der Behandlung verabreicht werden. Gleichzeitig mit der Behandlung der Infektion wird auch die Eintrittswunde behandelt, damit eine nachfolgende Ansteckung verhindert werden kann.
Der betroffene Bereich wird ruhiggestellt und hochgelagert, damit die Entzündung optimal abheilen kann, sollte die Einnahme der Antibiotika unterbrochen werden oder die Wundrose nicht komplett ausheilen, ist zu befürchten, dass das Erysipel wiederholt auftritt.
Wird die Wundrose nicht ausreichend behandelt, können weitere Lymphbahnen betroffen werden und eine Stauung der Lymphflüssigkeit im Bindegewebe erfolgen was zum Krankheitsbild der Elephantiasis führt.
Die schlimmste Verlaufsform führt zu einer Sepsis (Blutvergiftung) und kann zum Tode führen.
Begünstigende Faktoren zur Ausbildung einer Wundrose
Bestimmte Vorerkrankungen können zu einer Wundrose führen. So sind zum Beispiel Pilzinfektionen ein idealer Eintrittsort für Streptokokken. Des Weiteren begünstigen Durchblutungsstörungen etwa aufgrund einer Veneninsuffizienz das Entstehen eines Erysipels.
Auch Immunschwächen können die Ansteckungswahrscheinlichkeit mit den Bakterien drastisch erhöhen. Die Kokken gehören zur natürlichen Hautflora, weshalb sie normalerweise von der Immunabwehr in Schach gehalten werden. Ist diese geschwächt, kann es zu einer solchen Infektion kommen.