Wie wird man Bundestagsabgeordneter?

Bundestagsabgeordneter werden erscheint zunächst recht einfach: Bei derzeit 622 Mitgliedern des Deutschen Bundestags gibt es genug Gelegenheiten, sich zur Wahl aufstellen zu lassen. Als Unabhängiger wird man es naturgemäß schwerer haben, als die Kollegen, hinter denen eine Partei steht.

Zudem muss man sich klar darüber sein, dass es zwar einige Annehmlichkeiten und Rechte durch das Amt gibt, zum Beispiel das Gehalt, Bundestagsabgeordneter sein bedeutet aber auch, sich rund um die Uhr mit den Sorgen des Wahlkreises auseinander setzen zu müssen und die Interessen bei Tagungen zu vertreten. Möchte man aber dennoch Bundestagsabgeordneter werden, so gilt es, die Direktmandate bei der Wahl durch die Erststimmen zu bekommen.

Bundestagsabgeordneter werden: So wirds gemacht!

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Voraussetzung

Um sich wählen zu lassen muss man wahlberechtigt und deutscher Bürger sein.
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Aufstellung

Um Bundestagsabgeordneter werden zu können, muss man sich zunächst aufstellen lassen. Dies ist in der Regel einfacher, wenn man bereits eine politische Laufbahn in seinem Wahlkreis vorweisen kann und an eine Partei gebunden ist.
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Wahlkampf

Im Wahlkampf überzeugt man die Wähler von den eigenen Fähigkeiten, sie im Bundestag zu vertreten. Der Wahlkampf ist vor allem für Unabhängige eine oftmals kostspielige Angelegenheit, bei der wieder die Parteien unter die Arme greifen müssen.
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Wahlen

Bei der Wahl werden dann das Direktmandat (Erststimme) und die Zweitstimme für die Landesliste (Mandate für die Parteien) gewählt. Bei mehr Direktmandaten für eine Partei als Zweitstimmen nennt man diese „Überhangmandate“ die sich auf die Sitzverteilung im Bundestag auswirken.
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gewonnene Wahl

Um nun tatsächlich Mitglied des Bundestags zu werden, benötigt man das gewonnene Direktmandat (die Mehrzahl der Wähler hat sich für den Kandidaten entschieden) oder man wird von seiner Partei bestimmt (wenn die Zweitstimmen für die Parteien so erfolgreich waren, dass sie ihre Kandidaten von der Wahlliste nach Berlin schicken können).
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Weiterführende Links

http://www.bundestag.de/index.jsp http://www.berlin.de/rbmskzl/bundesangelegenheiten/bundestag.html

5 Meinungen

  1. Sehr geehrter Herr Christoph Hoeveler,ich finde Ihren Breitrag nicht nur informativ und sachlich, er ist für mich ein zusätzlicher Ansporn, mich zukünftig mehr in die politische Auseinandersetzung unseres Landes einzumischen. Mit inzwischen 33 Jahren und schon ziemlich selbständigen Kindern glaube ich, dass es an der Zeit ist, sich gesellschaftlich einzubringen, und die Zeit des Nur-Familienlebens gegen eine Rolle auch in einer politischen Partei, zu erweitern.Ich habe lange Zeit http://www.freitag.de und http://www.cicero.de intensiv gelesen, bis ich neulich die Internet-Seite http://www.selbstjustiz. com gefunden habe. Die Themen dort haben mich so aufgewühlt, dass ich spontan beschlossen habe, mich selbst einzubringen.Sie Herr Hoeveler haben mit Ihrem Beitrag den letzten Anstoß gegeben, es auch wirklich zu tun. Haben Sie herzlichen Dank für Ihren Impuls.IhreMaria Meier

  2. Ich möchte mich jetzt auch bei den Grünen anmelden 🙂 Die werden jetzt kluge Köpfe gebrauchen (zu populär), also 2 Jahre lang an irgendwelchen Versammlungen teilnehmen und etwas für die Natur tun, dann kann man 4 Jahre lang ausruhen und hat eine Pension für die man 150 Jahre normal arbeiten soll 🙂 Also nix wie los.

  3. Finde diese Themen sehr interessant, und führe auch selber ein Blog dazu, würde mich sehr freuen, wenn ihr meine frischen Posts lesen und kommentieren würdet.

    MfG Kurt

  4. Ich muss sagen ich finde den Artikel echt gut auch wenn ich glaube, dass hier ein paar Leute (Oliver Feh) das ein bisschen falsch verstanden haben.
    Man wird nicht SO einfach Bundestagsabgeordneter es ist ein harter und steiniger Weg bis dahin (auch bei den Grünen). Auch wenn man es tatsächlich in den Bundestag geschafft hat ist das kein einfacher Job. Man muss bedenken das man immer in der Öffentlichkeit steht man darf sich keine Fehltritte erlauben sonst ist die Karriere auch ganz schnell wieder beendet. Und man hat keine 40 Stundn Woche bei der man abends aus dem Büro kommt und fertig ist für den Tag. Man sollte sich bewusst sein, dass es so sein wird das man sein Privatleben ganz oft hinter das Berufsleben zurück stellen muss. Man muss die Fähigkeit haben sich vor anderen Leuten zu behaubten, man muss diskutieren können, und noch vieles vieles mehr. Außerdem steht ma nimmer unter eine riesen Druck weil man seinen Wählern gerecht werdn muss und immer von Leuten vorgehalten bekommen wird das man ja nichts macht, oder alles falsch macht (man kennt ja die üblichen Vorurteile gegenüber Politikern). All dessen sollte man sich bewusst sein wenn man den Job eines Bundestagsabgeordneten anstrebt.
    Zusammenfassend würd ich sagen das man bei diesem Job mal das Geld außenvor lassen sollte und sich lieber bewusst machen sollte ob man den Job wirklich machen will.
    Ich persöhnlch könnte mir schon vorstellen auch Hauptberuflich in die Politik zu gehen (aber nicht wegen des Geldes) sondern weil ich es toll finde die Möglichkeit zu bekommen aktiv was zu verändern und hoffentlich zu verbessern, ich finde es einfach toll mich aktiv an der Gestalltung meines Lands zu beteiligen.
    Liebe Grüße Pia

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