Wie kann Datensicherheit politisch garantiert werden?

Die Frage ist wohl auch: Kann Datensicherheit politisch garantiert werden in Zeiten in denen fast jeder mehr oder weniger freiwillig, mehr oder weniger bewusst seine Daten an alle möglichen Händler und Stellen weiter und nicht zuletzt auf Facebook und Konsorten freiwillig frei gibt?

Wie kann Datensicherheit politisch garantiert werden?

Der Staat kann nicht kontrollieren, wer online gestellte Infos und Bilder kopiert und weiterverschickt. Aber was kann der Staat tun? Und wie will man wirklich ad hoc prüfen, wer, wie, wo Zugriff zu Daten hat.

Unter Umständen erfährt man das gar nicht oder erst viel später. Die Frage ist auch, inwieweit der Staat Interesse hat Daten zu schützen, die für ihn selbst interessant sind. Natürlich kann der Staat Regeln schaffen, wie z.B. bei den neuen Personalausweisen.

Der Handel mit Daten ist offiziell nicht erlaubt

Beispiel: Der neue Personalausweis: Theoretisch besteht die Möglichkeit, per RFID-Sensoren ein Bewegungsprofil der Person zu erstellen.

Tipp anbei: Einen Faradaykäfig gegen unerwünschtes auslesen kann man selber bauen, in dem man den Ausweis in normale Alufolie einwickelt.

Aber dazu braucht man nicht einmal den neuen Ausweis. Jeder der ein Navigationssystem mit Rücksendekanal (z.B. bei Staumeldungen) hat lässt sich freiwillig vom Anbieter dieses Dienstes lokalisieren und das bis auf ein paar Meter genau. Wer weiß also, was der Anbieter mit diesen Daten anfängt?

Der Staat kann härtere Regeln und Bestrafungen einführen, aber wird das abschrecken, wo doch die Gewinnaussichten beim Datenverkauf so hoch sind?

Aber wie ist das mit den überall sprießenden Kameras?
Private Kameras sind oft weiter verbreitet als staatliche – wer garantiert mir also, was mit diesen Daten passiert? Oder den Kameraaufnahmen in Geschäften?
Die Grenzen zwischen privat und staatlich verwischen allein schon durch die Tatsache, dass im Fahndungsfall (natürlich) auch die eigentlich privaten Daten an staatliche Stellen weitergegeben werden.

Und da trifft es dann nicht unbedingt den (verdächtigen) Täter, sondern auch alle anderen, die auf der Aufnahme zu sehen oder zu hören sind.

Das Bundesamt für Datensicherheit (BSI) gibt weitere Informationen und Tipps, z.B. für sichere Passwörter.

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.