Wie funktioniert Computer Recycling?

Computer enthalten viele giftige Stoffe. Bei der sehr häufig unsachgemäßen Verwertung treten diese aus und verseuchen die Umwelt. Das schnelle Fortschreiten der Technologie verschlimmert dies noch. Denn weil Kunden gebrauchte Computer in immer kürzeren Abständen aus dem Haushalt werfen, verwenden die Hersteller auch immer minderwertigere Stoffe. Für das Computer Recycling eine Herausforderung.

Computer Recycling: mehr ein Problem als eine Lösung

Die Hersteller verzichten nach wie vor nicht auf den Einsatz giftiger Stoffe. Angeblich, weil diese teils nicht durch unbedenkliche Stoffe ersetzt werden könnten. Durch ihre Passivität unterstützen die Regierungen dies – ein Vorwurf, welcher der EU gemacht wird, von welchen ein Verbot der giftigen Stoffe für die Manufaktur von Computern verlangt wird.

Dell soll auf seiner Website versprochen haben, bis 2011 den Gebrauch von PVC und BFR einzustellen.

Da die Bauteile mehr und mehr aus minderwertigeren Stoffen hergestellt werden, lohnt sich auch die Entwertung weniger und weniger. In den Industrienationen kommen zudem die hohen Umweltschutzvorschriften und Gesundheitsbestimmungen zum Tragen, welche teure Recyclingmaßnahmen verlangen.

Als Reaktion ist ein sehr ungesunder Mülltourismus entstanden. 50 bis 80 Prozent des amerikanischen Elektronikmülls sollen in arme Länder exportiert werden, wo Billigarbeiter auf Kosten der Gesundheit unsachgemäß amerikanische Wohlstandsprodukte zerlegen. Die Umweltverschmutzung durch westliche Produkte findet nur an einem anderen Ort der Umwelt statt.

Manche Unternehmen „produzieren“ sogenannte braune Ware. TV, Toaster, Mikrowellen und andere Elektrogeräte gelangen zusammen mit den Computern in den Shredder. Das ist kostengünstiger.

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Seit 2006 gibt es in Deutschland das Elektro- und Elektronikgerätegesetz. Computerbesitzer können gebrauchte Computer bei Sammelstellen abgeben, die die Länder einrichten müssen. In NRW beispielsweise kann man den Elektroschrott kostenlos abholen lassen.

Computer Recycling: So wirds gemacht!

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Um den Missbrauch der eigenen Daten zu vermeiden, sollte die Festplatte gelöscht werden. Zerstört werden kann die Festplatte nicht so einfach – denn es sollen nur intakte Geräte angenommen werden. Die physikalische Löschung der Daten ist wichtig für Ihre Sicherheit. Nach einer Formatierung können die Daten noch wiederhergestellt werden.

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Für den Verbraucher gestaltet sich Computer Recycling eigentlich ganz einfach. Suchen Sie nach einer Sammelstelle in Ihrer Nähe und bringen Sie Ihren Computer dahin – oder, falls es diesen Service für Ihre Umgebung gibt, lassen Sie ihn abholen. Das sachgemäße Recycling liegt nicht in Ihrer Hand.

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Den Computer den gesetzlich berufenen Sammelstellen anzuvertrauen, ist allemal besser, als den Computer über den Normalmüll zu entsorgen. Trauen Sie nur durch den TÜV oder die Dekra zertifizierten Entsorgungsdienstleistern!

Tipps und Hinweise

  • Finden Sie eine andere Möglichkeit, Ihren Computer oder Ihren Laptop weiterzuverwenden. Für ausrangierte Geräte gibt es viele weitere mögliche Verwendungszwecke. Beispiele: ein dezidierter Spiele-Server oder für die Heimsicherheit.
  • Verschenken Sie das Gerät – ist es noch nicht allzu alt, so finden Sie vielleicht noch einen erfreuten Abnehmer.
  • Beim Bundesumweltministerium erfährt man mehr über Elektroschrott und den Umgang damit.
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