Wer viel sitzt sollte unbedingt Sport treiben

Wer viel sitzt sollte unbedingt Sport treiben

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass längeres und häufiges Sitzen nicht gerade gesund für unseren menschlichen Körper ist. Vor allem in Bezug auf drohende Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist diese Art zu Arbeiten ein Risikofaktor. Doch die negativen Effekte lassen sich durch ein wenig Sport nahezu aufheben. Dies hat nun ein englisches Forscherteam von der Universität Leicester bestätigt.

Die Extreme sind ungesund

Nicht erstaunlich ist die Tatsache, dass häufiges Sitzen und wenig Bewegung für den menschlichen Körper am schädlichsten sind. Genauso ungesund ist es, wenn der intensive Leistungssport so exzessiv betrieben wird, dass wir unseren Körper schon fast zu einer Maschine machen wollen. Dann hat der Spruch „Sport ist Mord“ durchaus seine Daseinsberechtigung. Aber durchaus als neue Erkenntnis angesehen werden darf die Studie von Kishan Bakrania und seinem Forscherteam. An der Universität im englischen Leicester kam man in einer populationsbasierten Beobachtungsstudie zum Ergebnis, dass Erwachsene mit zweieinhalbstündiger sportlicher Betätigung in der Woche bei diversen kardiometabolischen Markern besser abschnitten als Inaktive, auch wenn sie ansonsten lange sitzen.

Sport kann die Auswirkungen des ungesunden Sitzens eindämmen

Das im Jahr 2008 durchgeführte „Health Survey for England“ bildete die Basis für die Untersuchung. Es lagen Daten von 2.131 Teilnehmern darüber vor, wie sehr sie sich im Alltag sportlich betätigen. Die Forscher gingen zunächst der Aufgabe nach, diese Personen in gewisse Kategorien zu unterteilen. Die Art und Weise der sportlichen Betätigung spielte genauso eine Rolle wie die Länge selbiger und natürlich die Sitzzeiten und die entsprechende Regelmäßigkeit davon. Die Kategorien wurden benannt nach viel sitzend und unsportlich, wenig sitzend und unsportlich, viel sitzend und sportlich sowie wenig sitzend und sportlich. Hinsichtlich des Hüftumfangs, des Body-Mass-Indexes und des HDL-Cholesterols schnitt die viel sitzende und zugleich unsportliche Gruppe erwartungsgemäß am schlechtesten ab. Vergleicht man die Ergebnisse aller Kategorien, so stellt man fest, dass die Gruppe ohne Sport und mit wenig sitzen den vorteilhaftesten HDL-Wert vorweisen kann. Interessant ist die Erkenntnis, dass Sport tatsächlich eine Auswirkung auf unsere Gesundheit haben kann, denn wenn beide Gruppen der Vielsitzer verglichen werden, schnitt die Gruppe derjenigen, die nebenbei etwas Sport betreiben, besser ab.

Ein bisschen Sport ist sinnvoll

Immer wieder hört man Menschen sagen, dass „das bisschen Sport“ in der Woche doch auch nichts mehr bringen würde. Die Studie von Kishan Bakrania und seinem Forscherteam liefern ein Gegenargument. So können durch sportliche Betätigung einige negative Folgen des langen Sitzens eingedämmt werden. Der typische Sport zum Ausgleich ergibt demnach aus gesundheitlicher Sicht definitiv Sinn.


Bild: Thinkstock, 124661707, iStock, Yuri_Arcurs

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