Wer hätte das gedacht? Deutschland ist starr vor Anspannung!

„Noch circa anderthalb Stunden. Weißt Du schon, wo Du hingehst?“ Ich weiß gar nichts. Eigentlich war ich mir nach dem letzten Spiel sicher, wie der Tag heute ablaufen und mit welcher Euphorie ich den Stunden vor dem Spiel begegnen würde. Ich wollte die Sonne genießen, die sich die letzten Tage wieder ein wenig versteckt hatte. Ich wollte mich auf ein mitreißendes Miteinander freuen. Bier, Bratwurst, Fachsimpeln und Vorfreude.

Vorfreude auf eine Mannschaft, bei der es sich lohnt, mal kurz auszurasten, wenn ein genialer Pass gelingt. Vorfreude auf einen Mertesacker, der verteidigt, ohne gleich im gelb-roten Kartensumpf zu versinken. Ein Podolski, der einfach „nur Bock hat“ zu spielen und einen Klose, der seine Schüchternheit auch mal hinter sich und leicht arrogant verlauten lässt: „Pech für sie, dass sie gegen uns spielen!“

Doch die Gänsehaut ist so groß, dass ich eigentlich nichts weiß, außer, dass ich ein Spiel sehen möchte, was mich den Rest des Tages in gute Laune versetzt und es mich noch nicht mal stört, wenn das ganze FanFest zum Kiez zieht und stundenlang auf der Reeperbahn fahneschwenkend singt und tanzt.

DEUTSCHLAND! SCHIESST EIN TOR! SCHIESST EIN TOR! – BITTE!

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