Was sind Investor Relations? Der Kontakt zur Liquidität

Investor Relations, auch Finanzkommunikation genannt, beschreibt die Pflege der Kontakte zwischen Aktiengesellschaft und deren Aktionären, Investoren und zuständigen Medien. Sie beinhaltet die Unternehmenskommunikation, die Öffentlichkeitsarbeit und die Regierungspflege.

Investor Relations – Transparenz ist das A und O

Träger der Kommunikationsaufgabe ist ein Investor Relations Officer, der dem Finanzchef oder dem Geschäftsführer unterstellt ist. Alle Beteiligten müssen aus dieser Kommunkation die notwendigen Informationen darüber erhalten, wie das Unternehmen finanziell zu bewerten ist. Dabei sind bestimmte Richtlinien gesteckt, wie zum Beispiel die Orientierung am Kapitalmarkt, die Gleichbehandlung der Beteiligten, die Wesentlichkeit und Nachvollziehbarkeit, die Aktualität und die Entsprechung der Erwartungen.

Ein Ansatzpunkt zur Erklärung von Investor Relations ist das Restrukturierungspentagon. Es zeigt den aktuellen Marktwert, den Wert des Unternehmens, den potentiellen Unternehmenswert nach interner Wertsteigerungsmaßnahmen, den potentiellen Unternehmenswert nach externer Wertsteigerungsmaßnahme und den Unternehmenswert nach Restrukturierung. Zwischen dem aktuellem Marktwert und dem Wert des Unternehmens entsteht eine Wahrnehmungslücke, bei der die Finanzkommunikation einsetzt.

Ziel ist es natürlich, dem Kapitalgeber eine langfristiges, ständig steigendes Vermögen durch Kursgewinne und Dividendenzahlungen zu präsentieren. Die Kurse sollten stabilisiert werden, die Börsenbewertungshöhe erreicht werden, um vor feindlichen Übernahmen geschützt zu sein. Dem Kapitalgeber muss außerdem möglichst günstig Eigen- oder Fremdkapital beschafft werden.

All das soll selbstverständlich dazu führen, dass das Unternehmen gut da steht und Investoren, Analytiker und Kunden gut darüber sprechen. Letztendlich dient es natürlich zur Generierung von Neukunden und Anlegern, sowie der Stabilisierung der bestehenden Geschäftskontakte.

Nicht zu unterschätzen ist auch der Einfluss dieser Art der Kommunikation, denn die Anleger reagieren natürlich auf die Informationen, ob sie nun positiv, negativ, intern oder öffentlich sind, und bestimmen so die Börsenkurse mit.

Eine Meinung

  1. Ziel ist es natürlich, dem Kapitalgeber eine langfristiges, ständig steigendes Vermögen durch Kursgewinne und Dividendenzahlungen zu präsentieren.

    Ist das nicht auch ein Grund für die Probleme am Finanzmarkt das da etwas als besser verkauft wird als es eigentlich ist? Was (ausser kurzfristige Gewinne) bringt einem das vor dem Investor gut aussehen wenn man es letztlich nicht leisten kann?

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