Autotune ist quasi ein Kosmetikprogramm für Sänger, die eigentlich keine sind, oder weniger hart ausgedrückt – die den Ton nicht immer richtig treffen.
So funktioniert Autotune
Um verschiedene Tonhöhen der Stimme und schiefen Gesang auszugleichen und zu korrigieren, wurde das Programm entwickelt. Man kann damit nicht nur „nicht-Können“ ausgleichen, sondern auch gewollte Effekte setzen, indem man bewusst die Tonhöhe verzieht, wie z.B. in Chers Song „Believe“, in dem die Töne stark nach oben verzehrt wurden.
Dabei analysiert das Programm Autotune normalerweise die Höhe des Gesangs und checkt, wie weit die Frequenz (Ist-Zustand) vom gewollten Soll- Zustand entfernt ist. Dann wird entsprechend angepasst, d.h. die Stimme, bzw. deren Signal auf den richtigen Ton gezogen.
Das technische Stimmwunder
Man kann zwischen verschiedenen Stärken, Schwingungen bzw. Einstellungen wählen, z.B. Major (starker Effekt) oder Minor. Man kann außerdem einstellen, wie fix das Programm reagieren soll etc. Dadurch lässt sich ein wenig beeinflussen, wie natürlich der Gesang am Ende noch klingt.
Der ältere Bruder von Autotune ist Vocoder, der aber eher dazu gedacht war, Effekte zu setzen und nicht so sehr dazu, den Ton abzuwandeln / anzupassen.
Ein ähnliches Programm ist „Fake Voice“. Eine Voice Changer Software, die die Stimme (jung, alt, schrill etc. ) verändern kann.
Fazit:
Mein persönliches Fazit: Mit den „kosmetischen Eingriffen“ für zarte, schiefe und ungeübte Stimmchen lässt sich schon einiges machen und tatsächlich muss man nicht mehr wirklich gut singen können, um eine „Platte“ zu produzieren. Talent schaffen können die Programme leider nicht und wahre Musiker sind doch die, bei denen es auch am Lagerfeuer und unplugged richtig gut klingt.
