Was bisher geschah …

Damit zum Beispiel nicht verschütt‘ geht, daß am Montag (31. Juli) jemand für die erste Gitarre von Paul McCartney 330.000 Pfund bezahlt hat (obwohl es vielleicht besser für alle Beteiligten wäre, ihm seine aktuell benutzten Instrumente abzukaufen).
Oder um nochmal festzuhalten, daß die alte Tante MTV am Dienstag (1. August) 25 Jahre alt geworden ist – Kollege Dirk schrieb darüber. Die Jubiläums-Berichterstattung einigte sich auf Formulierungen wie „Der frühere Musiksender MTV“. So kann man das sagen.

Ebenfalls am Dienstag gingen die Nominierungen für die MTV Video Music Awards raus: Die Red Hot Chili Peppers und Shakira liegen mit je sieben Nominierungen vorne, mit je fünf folgen Madonna und Panic! At The Disco. Am 31. August findet die Show statt und wird wie üblich mehrere Male wiederholt, damit ordentlich Schulhof-Coverage erzeugt wird (oder sind da noch Ferien?).
Schade: Die Hardcore-/Emo-Kombo Boysetsfire hat ihren Rückzug ins Private bekanntgegeben. Aber besser, als (wie so viele Künstlerkollegen) nicht zu merken, wann Schluß ist.

A propos: Radioheads Thom Yorke fand, daß jetzt wirklich mal Schluß sein muß mit Tony Blair, und packte diesen Gedanken am Mittwoch (2. August) gleich mal ins Band-Weblog: „(…) he cares far too much about his relationship with Bush“. Ansonsten ging es ums Geschäft: Coca-Cola macht zukünftig gemeinsame Sache mit dem iTunes Music Store und kickt dafür den bisherigen Partner Musicload. Ich hatte schon mal mehr Mitleid. Auf jeden Fall ein Grund zur Freude: Die Studie der Humboldt-Uni Berlin, nach der Independent-Plattenfirmen im Aufwind segeln: Aktuell seien sie für knapp 12 Prozent des gesamten Branchenumsatzes verantwortlich, Tendenz steigend.

Donnerstag (3. August): Thom Yorke hat seinen Blogeintrag wieder gelöscht. „Da steckt man nich drin“, sagt der Volksmund in solchen Fällen, und gedenkt lieber Arthur Lee, Frontmann der Sixties-Psychedelic-Band Love, der an diesem Tag an Leukämie verstorben ist. Die Zeit hat einen Nachruf.

Auch schon recht lange dabei ist Johnny Marr, Gitarrist der verglühten Smiths. Er hat am kommenden Modest-Mouse-Album mitgebastelt und wird auch auf Tour als festes Ensemble-Mitglied dabei sein, wie am Freitag (4. August) bekannt wurde. Der Gitarrist der Strokes wiederum, Albert Hammond Jr., will im Oktober ein Solo-Album herausbringen, auf dem unter anderen Ben Kweller und Sean Lennon (ob der noch die erste Gitarre seines Vaters hat?) mitmusizieren. In dieser Woche verkündeten außerdem Bloc Party, Art Brut und Maximo Park, daß die Arbeiten an ihren Debüt-Nachfolgern im Gange sind. Ein Song auf der Bloc-Party-Platte wird „Kreuzberg“ heißen. Death From Above 1979 dagegen werden nicht weiterarbeiten. Man habe zuletzt kaum noch miteinander gesprochen, sagen sie, und die Band deshalb aufgelöst.

Das Wochenende ist ruhig, denn da sind alle auf dem Splash!-, Wacken-, Nature-One-, GHvC– oder Haldern-Pop-Festival. Nur am Samstag kriegen wir noch schnell mit, daß Google nun doch nicht ins Musikdownloadgeschäft einsteigen wird. Aber man muß ja auch nicht alles selber machen.

[via intro.de, pop100.com, nme.com, visions.de, musikwoche.de, laut.de, micafilter]

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