Vorsicht Zeckenbiss: Sommerzeit ist Zeckensaison

Vorsicht Zeckenbiss: Sommerzeit ist Zeckensaison

In Deutschland gibt es 19 heimische Zeckenarten. Man findet sie nicht nur an Waldrändern, sondern auch im Stadtpark oder im eigenen Garten. Ein Zeckenbiss kann schlimme Folgen nach sich ziehen, wenn man eine Zecke nicht oder erst zu spät bemerkt oder falsch entfernt. Unter anderem drohen Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis.

Zecken beißen nicht

Entgegen dem Sprachgebrauch und der landläufigen Annahme beißen Zecken nicht, sie stechen. Das Tier besitzt einen Stechrüssel, mit dem es in die Haut eindringt. Der Stechrüssel wiederum ist mit Widerhaken ausgestattet, die das Herauslösen des Tieres erschweren. Um eine Zecke entfernen zu können, muss man das meistens gut versteckte Tier zunächst einmal finden. Nach jedem Waldspaziergang sollte es obligatorisch sein, den Körper nach Zecken abzusuchen. Man findet die Zecke häufig in warmen Körperzonen, zum Beispiel an der Leiste oder den Achseln. Im Unterschied zu anderen Insekten, kann die die Zecke drei bis sieben Tage damit beschäftigt sein, nach dem Biss Blut zu saugen. Dabei können Erkrankungen übertragen werden. Besonders zwei davon – Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (kurz FSME) – sind sehr gefährlich für den Menschen. Deshalb sollte eine Zecke so schnell wie möglich entfernt werden. Je schneller, umso geringer ist das Risiko einer Infektion.

Wie erkennt man Borreliose und FSME?

Eine Zecke kann man sehr gut mit einer speziellen Pinzette entfernen. Die Pinzette setzt man möglichst nahe der Haut an. Bevor man die Zecke damit entfernt, wartet man ein bis zwei Minuten, damit die Zecke den Widerhaken einfährt. Jetzt kann die Zecke ohne Widerstand, Drehen oder Zerren einfach herausgelöst werden. Keinesfalls sollte der Körper der Zecke dabei gequetscht werden.

Borreliose zum Beispiel wird durch einen bakteriellen Erreger übertragen, der im Darm der Zecke sitzt. Wird die Zecke beim Herausziehen gequetscht, ist die Gefahr groß, dass der Erreger in den menschlichen Körper gelangt. Die Borreliose erkennt man in der Regel an einer Rötung, die sich nach einigen Tagen um den Zeckenbiss ausbreitet. Wird die Borreliose nicht behandelt, können sich Fieber, Gelenkschmerzen oder Abgeschlagenheit einstellen.

Die FSME ist dagegen eine Viruserkrankung. Sie kann sich durch verschiedene Symptome bemerkbar machen. Von Sommergrippe bis zu Bewusstseinsstörungen sind viele Symptome möglich. Gegen FSME kann geimpft werden, gegen Borreliose nicht – diese wird mit Antibiotika behandelt.

Vorsicht Zeckenbiss! Erkennen, Entfernen und Beobachten

Zecken können Borreliose und FSME übertragen und damit Menschen ernsthaft schädigen. Man sollte daher nach jedem Naturspaziergang den Körper auf Zecken absuchen. Entfernt werden sie am besten mit einer speziellen Pinzette oder Zange aus der Apotheke.
 
 
Bildquelle: Pixabay, 482613, Catkin

 

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