Sport wäre nicht das, was wir heute darunter verstehen, ohne die reichlichen Einflüsse und Impulse aus den angelsächsischen Ländern. Dies spiegelt sich vor allem auch in der Fülle von Fremdwörtern wieder, die wir aus dem Englischen übernommen haben. Darunter fallen zum Beispiel Begriffe wie fair, Fairness, trainieren, Training, Trainer, Champion, Rekord, Handikap u. a. Aber auch Fachausdrücke aus den verschiedenen sportlichen Disziplinen wie Foul, foulen, dribbeln, Dribbling, kicken, stoppen, Stopper (Ballsportarten), boxen, Boxer (Boxsport), Sprint, sprinten, Sprinter, Spurt, spurten, Start, starten (Leichtathletik), Derby, Jockey, Box (Pferdesport), kraulen, Kanu, Paddel, paddeln (Schwimmen u. Wassersport) und… Ich könnte jetzt noch lange weitermachen, das wird aber irgendwann langweilig.
Wenden wir uns lieber wieder dem Wort Sport zu. Denn auch „Sport" selbst stammt aus dem Englischen. Es wurde in den Zwanzigerjahren des 19. Jh.s aus gleichbedeutend englisch „sport" entlehnt, das eigentlich „Zerstreuung, Vergnügen, Zeitvertreib, Spiel" bedeutet. Und für diejenigen, die es ganz genau wissen wollen folgt die Sprachherkunft:
Das englische Wort sport, das seine spezielle Bedeutung mit der Entwicklung des modernen Wettkampfes und Leistungssports erlangte, ist eine Kurzform von englisch „disport" „Zerstreuung, Vergnügen". Dies ist entlehnt aus gleichbedeutend altfranzoesisch „desport", einer Substantivbildung zu altfranzoesisch „[se] de[s]porter" „ [sich] zerstreuen, [sich] vergnügen". Dessen Quelle ist lateinisch „de-portare" „fortbringen" (zu lateinisch „portare" „tragen, bringen") mit einer im Vulgärlateinisch-Romanischen entwickelten Spezialbedeutung „zerstreuen, vergnügen".
Also, Sport ist im wahrsten Sinne des Wortes pures Vergnügen! 🙂
