Gemeinsam mit Kinderbuchautoren und entsprechenden Illustratoren wurde ein Konzept entwickelt, das Kinder zum Lesen und Schreiben animieren soll. Das Neugier wecken soll. Das will man vor allem damit erreichen, dass Lotte und Jan – ähnlich den Geschehnissen im Magischen Baumhaus – durch die Zeit reisen und aktuell von den Geschehnissen dort berichten. Je nach Altersgruppe in angemessenem Stil.
Die Idee ist ja ganz gut und für Kinder, deren Umgebung weder Zeit noch Lust hat, auf andere Art und Weise zum Lesen zu animieren, mag sie auch angemessen sein. Ich persönlich finde aber, dass es viel schöner wäre, wenn sich der Schenkende selbst hinsetzen würde und dem Kind schreiben würde. Das ist nicht nur tatsächlich persönlich, das ist auch viel interessanter. Und wer dazu keine Lust hat, in jeder Kinderzeitschrift finden sich Gesuche von anderen, die gerne einmal Post bekämen und auch selbst welche verschicken wollen. Da kann man jemanden wirklich kennenlernen und vielleicht wird sogar eine reale Freundschaft daraus. Mit der virtuelle Freunde wie Jan und Lotte einfach nicht mithalten können. Auch oder vielleicht gerade nicht im Zeitalter der Technologie. Denn was vermittelt man einem Kind, wenn sein Brieffreund eigentlich gar nicht existiert und der erhaltene Brief, wie gut er auch immer gemacht sei, lediglich standardisiert ist?
Für mich findet das Leben immer noch außerhalb des PCs statt, mit Menschen und Mitmenschen.
