Videospiele im Alter: So können Sie Ihren Geist fit halten

Videospiele im Alter werden immer beliebter, trotz des bisweilen schlechten Rufs von Computerspielen: Ihnen wird nachgesagt, die Aggressivität zu steigern und die sozialen Bindungen zu kappen. Bei solchen Horrorszenarien wird allerdings vergessen, dass sie hervorragend die Hand-Auge-Koordination verbessern, Freundschaften über Netzwerke aufbauen und nicht nur die Reaktionsgeschwindigkeit, sondern auch den Geist fit halten können – Videospiele im Alter haben, wie Brett- oder Kartenspiele übrigens auch, den ganz klaren Nutzen, körperliche und geistige Fähigkeiten nicht aufzugeben, so dass spielerisch und mit viel Spaß gleichzeitig etwas für die Gesundheit getan werden kann.

Videospiele im Alter: alle Informationen!

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Gameralter

Wer glaubt, Computerspieler seien nur Jugendliche oder zumindest die jüngeren Semester, irrt sich, denn viele jener Spieler, die schon in den 80ern mit Atari und Commodore aufgewachsen sind, spielen noch immer, auch wenn sie jenseits der 30, 40 oder 50 sind. Senioren ab 65 aufwärts scheuen sich heute auch nicht mehr, den Controller in die Hand zu nehmen, denn auch sie haben Erfahrungen mit Computern, wobei die Konsolen Wii, Playstation und Xbox 360 sogar noch einfacher zu bedienen sind, da sie sich größtenteils auf das Spielen beschränken.

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Erfolgsaussichten

In den letzten Jahren gab es einige Studien und auch Werbeaktionen, bei denen Spielkonsolen in Senioreneinrichtungen eingesetzt wurden und der Trend ist eindeutig: Durch das gemeinsame Spiel wird die Bewegungsfähigkeit gefördert, der Geist fit gehalten und die Gruppendynamik gestärkt. Doch auch am PC zuhause widmen sich immer mehr ältere Menschen den virtuellen Spielwelten von „World of Warcraft“ und ähnlichem.

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Konzentration

Viele Brettspiele gibt es auch als Version auf dem Computer: Mahjong, Schach und Backgammon können alleine, zu mehreren oder gegen den Rechner ebenso virtuell wie physisch gespielt werden und die Konzentration und taktisches Geschick fördern. Gleiches gilt auch für Kartenspiele wie Solitaire, das sich auf so gut wie jedem PC befindet und einem Memory-Spiel nicht unähnlich das Gedächtnis unterstützt. Spiele wie „Dr. Kawashimas Gehirnjogging“, bei denen Knobelaufgaben aus mehreren Bereichen gestellt werden, beanspruchen und bauen die Konzentrationsfähigkeit und den Intelligenzquotienten auf. Dr. Ryuta Kawashima hat als Neuropsychologe selbst dieses System entwickelt und mit Nintendo ein darauf basierendes, erfolgreiches Spiel auf den Markt gebracht.

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Bewegungsfähigkeit

Viele Spiele im Alter, die sich als besonders günstig erwiesen haben, sind dem Typus der Sportspiele zuzuordnen: Da man oftmals nicht mehr über den Tennisplatz rennen kann oder eine Bowlingkugel zu schwer ist, eignen sich virtuelle Vertreter der Sportarten dazu, dem Sportspaß nicht entsagen zu müssen und sich gleichzeitig auch bewegen zu können. Nintendos Wii Konsole ist ein guter Ansatz hierfür: Mit einem einfachen Kontrollsystem und schlichter aber hübscher Grafik können Senioren ihre Lieblingssportarten wieder einmal vor dem Fernseher erleben. Ähnliche Systeme gibt es auch auf der Playstation (Move) und der Xbox 360 (Kinect), die aber möglicherweise aufgrund ihrer Komplexität überfordern können.

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altersgerecht

Was tatsächlich altersgerecht ist und was nicht, kann man nur mit sich selbst ausmachen. Videospiele im Alter können sämtliche Genres und alle Spieltypen umfassen, was davon Spaß macht, welche Systeme man am besten beherrscht, welche Perspektive günstig ist und wie gut erkennbar die Graphik ist, sollte man ausprobieren. Prinzipiell gibt es keine Einschränkungen, jedoch persönliche Vorlieben und Fähigkeiten können und sollten die Auswahl eingrenzen.

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