Unsere Türkei-Legionäre: Poldi und Mario Gomez in Torlaune

So kann es weitergehen: Die in die Türkei abgewanderten Nationalspieler Lukas Podolski und Mario Gomez zeigten sich am vierten Spieltag treffsicher. „Super Mario“ traf endlich für Besiktas – und schnürte gleich ein Doppelpack. Poldi rettete Galatasaray das Unentschieden – die Stimmung bei seinem Club ist trotzdem mies.

Super Mario ist zurück – Gomez kann’s noch

Einst schoss er Tore wie am Fließband – vielleicht kann „Super Mario“ jetzt seine Auferstehung feiern. Zumindest der Anfang ist gemacht. Marion Gomez, der vor der Saison in die türkische SüperLig zu Besiktas Instanbul wechselte, brauchte drei Spiele Anlauf. Im vierten Versuch, seinem zweiten Match von Anfang an, zeigte er sich endlich wieder als Tormaschine.

Gomez traf doppelt und bescherte Besiktas einen 2:0- Sieg im Heimspiel gegen den Stadtrivalen Istanbul Basaksehir FK. In der 15. Minute traf Gomez mit einem satten Schuss zum 1:0, in der zweiten Halbzeit vollendete er einen Konter abgezockt wie zu besten Zeiten und markierte in der 62. Minute das 2:0. Der Sieg von Besiktas war ungefährdet und hätte deutlich höher ausfallen müssen. „Wir hätten heute sieben oder acht Tore erzielen müssen. Wir müssen noch konsequenter in der Offensive werden“, gab sich Gomez trotz seiner zwei Tore selbstkritisch.

Auch die türkische Presse gibt sich noch zurückhaltend, das Lob für den Torjäger fiel zurückhaltend aus. Die Tageszeitung Sabah beispielsweise konstatierte nüchtern: „Super Mario macht seinen Job“. Wenn Gomez das weiter so überzeugend gelingt, dürften die Reaktionen deutlich begeisterter ausfallen – und der Stürmer auch wieder ein Kandidat für Yogi Löw werden. Gomez‘ Verein kletterte derweil mit dem Heimsieg auf Platz zwei der türkischen Eliteliga, Spitzenreiter bleibt Fenerbahce Istanbul, das auswärts 1:0 siegte.

Schlechte Stimmung trotz Poldis zweitem Treffer

Zuerst die schlechten Nachrichten: Beim türkischen Rekordmeister Galatasaray hängt der Haussegen schief. Vier Spiele und immer noch kein Sieg, der schlechteste Saisonstart seit 1987 und nur Platz 8 in der Tabelle – der erfolgsverwöhnte neue Club von Lukas Pokolski hat seinen Rhythmus einfach noch nicht gefunden. Daran konnte auch Poldis bereits zweiter Treffer in der Türkei nichts ändern – es reichte nur zum Unentschieden – gegen Mersin Idman Yurdu, das Schlusslicht der Tabelle. Der Brasilianer Welliton hatte den Letzten der SüperLig sogar in der 49. Minute 1:0 in Führung gebracht, Poldolski gelang im Gegenzug der Ausgleich (50. Minute). An dem Ergebnis änderte sich nichts mehr, und um den Spieltag für Galatasaray noch zusätzlich zu vermiesen, handelte sich Poldis Teamkollege Selcuk in der Nachspielzeit eine Rote Karte ein.

Immerhin: Die persönliche Bilanz von Poldi stimmt. Nach seinem Wechsel in die Türkei hatten Kritiker bereits das Ende seiner Nationalmannschaftskarriere prophezeit – doch die könnten sich geirrt haben. Poldi scheint top in Form zu sein und bekommt die Spielpraxis, die Yogi Löw eingefordert hat. Zudem hat sich der Bundestrainer bislang immer auf Podolski verlassen können. Wenn er im Nationaldress gefordert war, war Poldi zur Stelle. So wie er derzeit auch in der Türkei zur Stelle ist, auch wenn es noch für keinen Sieg gereicht hat.


Fotonachweis: Thinkstock, 175008462, iStock, anek_s

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