Unesco zeichnet Heidelberg und Mannheim als kreative Städte aus

Seit 1. Dezember 2014 darf sich Heidelberg „Stadt der Musik“ nennen.Heidelberg und Mannheim haben es ins Unesco-Netzwerk „Creative Cities“ (Kreative Städte) geschafft. Das teilte die UN-Kulturorganisation am Montag in Paris mit. Von den fünf deutschen Anwärtern hat es zudem Hannover in das begehrte Netzwerk geschafft – Essen und Weimar waren nicht erfolgreich.

„Creative Cities“ – Mannheim, Hannover und Essen haben es geschafft

„Stadt der Musik“ – so dürfen sich Mannheim und Hannover fortan nennen. Heidelberg trägt den Titel „Stadt der Literatur“. Durch das Netzwerk werde das kreative Potenzial der Städte international bekannt und bringe diese miteinander in Verbindung, sagte Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen Unesco-Kommission. „Das kann die Entwicklung und die Sichtbarkeit lokaler Initiativen erheblich fördern. Kreativität ist der kostbarste Rohstoff, über den wir weltweit verfügen“, so Bernecker.

Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) gratulierte allen Musikschaffenden der Stadt: „Die Ernennung der Stadt Mannheim zur Unesco-City of Music ist das Ergebnis einer langjährigen engagierten Arbeit aller Akteure im musikalischen Bereich der Stadt Mannheim.“ Auszeichnung und Auftrag sei der Titel zugleich – ließ die Stadt verlauten. Zudem verpflichtete sich Mannheim, sein Profil als Musikstadt zu schärfen.

Mannheim ist eine Stadt mit musikalischer Geschichte: Xavier Naidoo, Laith Al-Deen und Joy Fleming – Künstler, die aus Mannheim kommen. Die musikalische Tradition Mannheims geht zurück bis zur renommierten Mannheimer Schule im 18. Jahrhundert. Zudem hat die Popakademie Baden-Württemberg ihren Sitz in Mannheim, wodurch der Musikszene in der Stadt Auftrieb gegeben wurde. Des Weiteren gab es in Mannheim – und damit der ersten Stadt im Südwesten – den ersten Rock- und Popbeauftragten, um so den Nachwuchs dabei zu unterstützen, musikalisch durchzustarten.

Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner (parteilos) kündigte an: „Im Verbund und internationalen Austausch mit den anderen Netzwerkstädten wollen wir unsere Qualitäten als Creative City unter Beweis stellen.“ Würzner beglückwünschte auch das benachbarte Mannheim: „Diese Konstellation ist mit besonderen Chancen verbunden, die wir gerne für die kulturelle Profilierung der Metropolregion Rhein-Neckar nutzen wollen.“ Ähnlich äußerte sich Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) und sprach von einem „starken kulturellen Signal“. Baden-Württemberg sei stolz.

Vier deutsche Städte sind im Unesco-Netzwerk vertreten

Durch jüngste Entscheidung hat Deutschland nun vier deutsche Städte in einem globalen Netzwerk: Berlin hatte es bereits 2005 in der Kategorie Design als erste deutsche Stadt in das Unesco-Programm „Creative Cities“ geschafft. Als erste deutsche Stadt wurde 2005 Berlin in der Kategorie Design aufgenommen. „Creative Cities“ gibt es seit 2004 in den sieben Kategorien: Musik, Literatur, Medienkunst, Design, Handwerk, Film und Gastronomie.

Foto: Thinkstock, Digital Vision, Alexander Hassenstein

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