Umfrage belegt: Bloggen ist out, Facebook ist in

Bloggen war und ist der Kreißsaal des Web 2.0. Neben den vielen Sozialen Webdiensten und dem Phänomen des User-generated Contents waren die Blogs eine wichtige Säule für die Neuerung des Internets. Der Hype um die virtuellen Tagebücher scheint, zumindest bei Jugendlichen, gebrochen.

Umfrage zum Bloggen

Die Studie des Pew Internet American Life Projects (zur Homepage) besagt, dass Blogs ihren Reiz für Jugendliche besonders auf dem Gebiet verloren haben, wo es um das Lesen längerer Texte geht. Laut Pew sind nur noch 14 % der Jugendlichen (12-17 Jahre) daran interessiert, selbst zu bloggen.

Im Gegensatz zu 2006 ist das ein Einbruch von 11 %. Auch die jungen Erwachsenen sind längst nicht mehr so interessiert am Bloggen.

Das betrifft nicht nur das selber Bloggen, sondern auch das Lesen von Blogs. Auf der anderen Seite kann man aber einen Zuwachs bei den sozialen Communities wie MySpace, StudiVZ und Facebook erkennen. Das bedeutet somit eine Umstrukturierung des Netzes, die aber nicht zwangsläufig so beibehalten werden muss.

Zwar geht der soziale Aspekt von Blogs verloren, das ist aber auch eine Chance, noch stärker auf die inhaltliche Seite Einfluss zu nehmen und die Qualität in den Vordergrund zu stellen. Das bedeutet nicht unbedingt, Blogs komplett von Personen zu lösen, in jedem Fall aber die Vermeidung von „Blogmüll“ im Netz. Ob diese Chance die Blogosphäre nachhaltig zum positiven hin verändern wird, bleibt abzuwarten.

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