ubi contradictoria coincidunt … Schlüssel zur Transzendenz

Accipe nun, pater metuende, quae jam dudum attingere variis doctrinatrum viis concupivi, sed prius non potui, quousque in mari me ex Graecia reduente, credo superno dono a patre luminum, a quo omne datum optimum, ad hoc ductus sum, ut incomprehensibilia incomprehensibliter amplecterer in docta ignorantia, per transcensum veritatum incorruptibilium humaniter scibilium.

Quaum nunc in eo, qui veritas est, absolvi hiis libellis, qui ex eodem principio artari possunt vel extendi.

Debet autem in hiis profundis omnis nostri humani ingenii conatus esse, ut ad illam se elevet simplicitatem, ubi contradictoria coincidunt …

Das ist Inhalt jenes Briefes, mit dem Nikolaus von Kues seinem drei Jahre älteren Freund Cesarini, der – wie er – der Führungsriege der römisch-katholischen Kirche angehörte, seine bahnbrechende Erkenntnis ankündigte.

„Empfange nun, ehrwürdiger Vater, was ich schon längst auf den verschiedenen Wegen philosophischer System zu erreichen mich bemühte, vorerst aber nicht zu erreichen vermochte, bis ich auf dem Meer, als ich von Griechenland zurückkehrte, dazu geführt worden bin – ich glaube durch ein Geschenk von oben, vom Vater des Lichtes, von dem alle gute Gabe kommt -, daß ich das Unbegreifliche unbegreiflicherweise in wissendem Nichtwissen erkennend umfasse, und zwar durch das Übersteigen der unauflöslichen Wahrheiten des menschlichen Wissens.

Diese habe ich mit Hilfe dessen, der die Wahrheit ist, in diesen Büchern, die nach demselben Prinzip gekürzt oder erweitert werden können, entwickelt.

Jeder Versuch unseres menschlichen Geistes muß sich in diesen Tiefen bewegen, auf daß er sich zu jener Einfachheit erhebe, wo die Gegensätze koinzidieren…"

In dem letzten Absatz dieses Briefes ist die gesamte Essenz dieser Erkenntnis eingefangen. Sie ist von einer so rührenden Einfachheit, dass man von ihrer Subtilität und Raffinesse nicht das Allergeringste wahrnimmt.

Nikolaus fordert Cesarini auf, sich zu jener Einfachheit zu erheben, wo die Gegensätze koinzidieren – und er verspricht, dass man auf diese Weise dem transzendenten Grund auf die Spur zu kommen könne.

Und in der Tat: Genau diese Möglichkeit besteht. Ein naheliegendes Beispiel ist die von Nikolaus selbst formulierte Koinzidenz des Kleinsten und des Größten. Diese Beziehung ist ein Anwendungsbeispiel, wie die Koinzidenz eines Gegensatzes aussehen kann, denn das Kleinste und das Größte stellen einen solchen Gegensatz dar.

Wenn man diese Koinzidenz im Kontext des metaphysischen Wirklichkeitsbildes durchdenkt, dann sieht man, dass sie die Allgegenwärtigkeit des letzten und eigentlichen Grundes der Wirklichkeit auf eine Weise sicherstellt, dass dieser Grund selbst – entsprechend der Forderung nach Transzendenz – bei alledem jeglichem Blick entzogen bleibt.

Liest man die Koinzidenz des Kleinsten und des Größten in Richtung sichtbares Universum, dann sieht man, dass in ihr inhaltlich genau die Bedingungen angegeben sind, um einen wie auch immer gearteten Grund an jedem Ort dieser Welt gegenwärtig sein zu lassen. Am unverhülltesten zeigt sich dies, wenn man die beiden inhaltlichen Bestimmungen dieser Koinzidenz, jede für sich genommen, durchspielt. Es zeigt sich dann, dass keine dieser beiden Bestimmungen allein ausreichen würde, um dem Begriff der Allgegenwart zu genügen.

Wäre ein Grund nur das Kleinste, dann könnte er zwar – der Möglichkeit nach – in jedem Ding der Welt enthalten sein, aber de facto würde er, da er das Kleinste ist, nur ein einziges Ding dieser Welt umfassen, nämlich sich selbst, denn etwas Kleineres als ihn selbst könnte es per definitionem nicht geben. Eine Welt, die auf einem solchen Grund basieren würde, bestünde, mathematisch gesehen, nur aus einem einzigen Punkt – eine wahrlich infinitesimal kleine Welt.

Wäre dieser Grund hingegen nur das Größte, dann könnte er zwar – im Gegensatz zum Kleinsten – alle Dinge der Welt umfassen, also allumfassend sein, aber er könnte de facto, da er das Größte ist, in keinem dieser Dinge enthalten sein, da es per definitionem nichts größeres geben könnte als ihn selbst. Eine Welt, die auf einem solchen Grund basieren würde, wäre zwar, mathematisch gesehen, unendlich groß, doch ihr Grund stünde in keinerlei Beziehung zu den Dingen – er wäre buchstäblich in keinem Ding dieses Universums gegenwärtig.

Wenn also ein Grund alle Dinge umfassen und zugleich in jedem dieser Dinge gegenwärtig sein soll, dann muss er in der Tat beide Bedingungen erfüllen: Er muss sowohl das Kleinste als auch das Größte sein. So – und nur so kann er im physikalischen Universum ‚all-gegenwärtig‘ sein.

Doch seine wahre Effizienz und Subtilität beweist dieses auf den ersten Blick so harmlos klingende Konstrukt, wenn man es in Richtung Transzendenz – also in Richtung seiner bedingenden Ursache liest. Man macht dann die überaus erstaunliche Entdeckung, dass es gerade so beschaffen ist, dass dieser Grund selbst, obwohl er im Universum allgegenwärtig wäre, bei alledem unsichtbar bliebe. Und warum? Weil mit seinen beiden inhaltlichen Bestimmungen – dem Begriff des Kleinsten und dem des Größten – der letztmögliche Unterschied bezeichnet ist, den das sichtbare Universum gerade noch aufweisen kann. In und mit diesen beiden Begriffen bewegt es sich an der äußersten Grenze dessen, was wir erkenntnistheoretisch gerade noch als sichtbar bezeichnen können. Wird nun dieser allerletzte Unterschied des Universums konzeptionell – via Koinzidenz – aufgehoben, dann ist das, worin dieser Unterschied aufgehoben ist, per se jeglicher Sichtbarkeit entzogen. Eben dies ist der Inhalt dessen, was in einem der letzten blogs als »Bedingung der Konspirativität« bezeichnet habe.

Die Koinzidenz des Kleinsten und des Größten zeigt mithin, wie etwas im Universum so allgegenwärtig sein kann, dass es bei alledem jeglichem Blick entzogen bleibt. Dies ist eine theoretisch erstaunliche Leistung für ein Konstrukt, dass auf den ersten Blick so gar nichts von seinem wahren Geheimnis und seiner wahren Tiefe verrät.

Fortsetzung folgt.

37 Meinungen

  1. Silkworm gehörte zu eines meiner ersten Spiele auf dem 500er. Ich weiß noch genau, dass der Schwierigkeitsgrad ausgesprochen hoch war (im Jeep alleine astronomisch hoch). Deshalb bin ich auch nie in den Genuß des Abspanns gekommen…

  2. Der Schwierigkeitsgrad ist wirklich hoch, aber auch machbar — allerdings wirklich eher nur zu zweit. Der Jeep hat’s wirklich in sich…

  3. Großartiges Spiel, dass ich immer noch gerne spiele – heute jedoch mit Emulator.

  4. Die 64er-Version ist auch ganz ok, nur die Hintergrundgrafik wechselt zu selten für meinen Geschmack. Trotzdem: großes Game!

  5. Shooter-Klassiker! Hab den Jeep geliebt!!!

  6. Zusammen mit nem Freund echt spaßiger Shooter. Konntens aber nie ohne Cheat durchspielen 🙂

  7. oh ja silkworm! das ist ja fast in vergessenheit geraten. schon alt, aber noch immer genial. ich hatte auch stunden damit verbracht, es am 500er zu spielen. wie martin schon schreibt: zu zweit hats am meisten spass gemacht 🙂

  8. Großartiges Spiel, dass ich immer noch gerne spiele – heute jedoch mit Emulator

  9. Zusammen mit nem Freund echt spaßiger Shooter. Konntens aber nie ohne Cheat durchspielen 🙂

  10. Neben Turrican mein absoluter Lieblingsklassiker, ich hab es mir gerade mit einem Emulator auf mein Handy gepackt, funktioniert super 🙂

  11. Silkworm war echt der Hammer damals!

  12. Ah wie geil.. das hab ich damals nächtelang gespielt..

  13. hallo, das spielwar echt der hammer. eine frage wisst ihr zufällig ob es dieses spiel auch für den pc gibt, bzw downlad im internet ?? gruss löni

  14. hallo ! kann mir jemand weiterhelfen und mir sagen wie man dieses ,von uns damals nächtelang gespieletem spiel (allerdings ohne jemals das ende erreicht zu haben ) , auf einem win xp rechner spielen kann . und wo man alles dafür nötige herbekommt ?für hilfe wären wir sehr dankbar !!!!!helmi41@web.de

  15. Das Spiel läuft problemlos unter Emulatoren wie dem genialen Amiga-Emulator WinUAE (einfach mal googeln). Da das Spiel Abandonware ist, darf man es ebenfalls völlig legal downloaden.Oder einfach ’nen A500 plus das Originalspiel auf eBay ersteigern! Spielt sich so am besten und kostet nicht die Welt.

  16. War auch eins meiner absoluten Fav Games. Die Grafik fand ich damals genial und zu zweit war das Game purer Spaß. Besonders schön fand ich die extrem kurze Ladezeit des Spiels.

  17. Hammer-geiles Game, hat mal jemand ein Download Link?

  18. Nein, kein Download-Link. Siehe Eintrag 16.

  19. Das war der absolute Knaller. Hab ich mit meinem Bruder Stunde um Stunde gezockt. Ich versteh nur nicht warum soviele hier das nie durchgzockt haben. Nachdem wir ein wenig eingezock waren haben wir das immer gepackt. OHNE CHEATS!

  20. SILKWORM das ist genau das!

    pure freude & vergnügen am zocken einfach nur geil sogar mehrfach bis zu ende gezock!

    WICHITIG! bin auf der SUCHE nach Silkworm für PC!

    grus aus samt- & seide
    cosar

  21. Wir hatten damals einem Amiga 500, da habe ich das Game immer gespielt. Durchgespielt habe ich es leider nie, bin eben nicht so der Spieler. Aber super war es trotzdem immer.

  22. Eine Brille via Internet wäre ja gar nicht schlecht, nur schreibt kein Optiker den Pupillenabstand in den Brillenpass. (Die Augenärzte stellen Den ja eh nicht mehr aus, weil sie nichts mehr dafür kriegen.)
    Mit derart unvollstängigen Daten kann kein Internetoptiker was anfangen; das heisst – ich muss doch wieder zum Optiker und messen lassen — . Dann kann ich die Brille auch gleich dort holen.

  23. Ich finde leider keine Cheat Codes für SWIV. Zocke gerade wieder mit meinem Bruder auf dem alten A500 und würde mich echt freuen wenn mir einer die Codes nennen kann.

  24. Ich kann mir kaum vorstellen, dass eine Gleitsichtbrille vom Internetoptiker gut funktioniert. Ich hab gesehen, welche aufwendigen Vermessungen mein Optiker in München an mir und mit meiner neuen Brille gemacht hat, damit alles klappt. Wie soll das funktionieren, wenn ich nur den Augenabstand angeben muß und mein Optiker vor Ort vermisst viel mehr Sachen?

    Evelyn Unhold, München

  25. Kann mich da nur Evelyn anschließen: Ich denke ein Onlineoptiker wird niemals einen richtigen Optiker ersetzen können! Ich für meinen Teil würde mir niemals eine Brille kaufen, die ich nicht vorher einmal auf der Nase hatte – schon gar nicht wenn da nicht alles bemessen ist! Was natürlich gemein ist, wenn man die Brille und alles weitere beim Optiker aussucht und abmessen lässt und sich dann die Brille online einkauft (weil günstiger).
    Was allerdings auf jeden Fall mehr Sinn macht, sind Kontaktlinsen online zu kaufen – Das mache ich nun auch schon seit ein paar Jahren und das geht problemlos!

  26. Ich erinnere mich genau. Den Jeep mussten wir im Endlevel leider aufgeben. Mit dem Heli haben wir Silkworm geknackt! 🙂

  27. Naja also ich denke da einfach Mal an den großen Preisunterschied zwischen Gleitsichtbrillen im Internet und beim Optiker. Für den Preis, den der Optiker von mir will kann ich mir 7 Gleitsichtbrillen im Internet bestellen und eine davon wird schon passen 😀

  28. Also ich hab das im „Selbstversuch“ mal ausprobiert und eine Gleitsichtbrille online eingekauft. Die Bestellung mit Werteeingabe etc. ist eigentlich recht einfach, wenn man den Brillenpass zur Hand hat. Als die Gleitsichtbrille dann nach einiger Zeit da war, hab ich nur ne kurze Gewöhnungszeit gebraucht. Eigentlich war die Brille als zweitbrille gedacht, nun ist es meine Lieblingsbrille, von der Qualität her Tip-Top! Und das Beste: hab noch so rund 500€ gespart gegenüber dem stationären Optiker. Also ich kanns nur empfehlen!

  29. Der Optiker um die Ecke kann ja auch einen Internetauftritt oder sogar einen Shop besitzen in dem man die gewünschte Brille evtl. günstiger erwerben kann als im Ladenlokal!!!Klar, eine regelmäßige Überprüfung der Sehstärke sollte natürlich sein!!!

  30. Habe mir einen Kostenvoranschlag für eine Gleitsichtbrille beim örtl. Optiker oder soll ich sagen Halsabschneider?? geholt.1200€ mit einer Selbstverständlichkeit das einem schlecht wird.
    Brille 24 hat zwar noch keine,allerdings habe ich mir eine Zweitbrille machen lassen,geiler Rahmen,tolle Gläser und alles für 39,90+5€ Porto.Die Zweitbrille ist die Erstbrille geworden :o).Von Anfang an ein gutes Gefühl,kein Drücken,Topverarbeitung und nach 12 Tagen war das gute Stück schon da.Besser gehts nicht.Der Hammer und ich muss es einfach wissen,denn ich trage mittlerweile seit 40 Jahren Brille.
    Deshalb nieder mit den Abzockern.

  31. Ich habe mir meine Erstgleitsichtbrille über Internet bestellt und ich bin begeistert für eine solch gute Leistung für so wenig Geld und die gute Passform. Als Rentnerin hätte ich mir nie so eine teure Brille kaufen können, deshalb bin ich dankbar, dass es so was gibt!

  32. Eine Gleitschichtbrille über das Internet stelle ich mir wirklich schwierig vor, aber zum Glück brauche ich bis jetzt noch keine. Ansonsten bestelle ich mir gerne Brillen im Internet. Die meisten Shops bieten ein Rückgaberecht an und es gibt wirkliche große Preisvorteile gegenüber dem stationären Handel.

  33. … Skidrow Presensts Silkworm …. wer kenn die version nicht vom amiga zu 2 war das game echt episch

  34. Hallo Zusammen,

    ich studiere Augenoptik und führe im Rahmen meiner Bachelorarbeit eine kleine Umfrage durch. Ich möchte herausfinden, wie zufrieden oder unzufrieden die Kunden mit der Gleitsichtbrille aus dem Internet sind.

    Deshalb möchte ich all die jenigen bitten, die sich schon einmal eine Gleitsichtbrille im Internet gekauft haben, an meiner Umfrage teilzunehmen.

    Hier der Link:

    http://www.q-set.de/q-set.php?sCode=NHFBETYJNDCW

    Vielen Dank und freundliche Grüße,

    Helena

  35. Die Jungs bei MisterSpex haben wieder eine Rabatt Aktion (-15% auf alle Brillen, auch Gleitsichtsbrillen).Also hier findest du den Gutschein guenstigebrillen.net und kannst du ihn dann auf der MisterSpex Seite einlösen.

  36. Lars vpon Briloro

    Hallo zusammen,auch bei briloro gibt es Gleitsichtbrillen zum Komplettpreis. Die hier geäußerten Bedenken können wir verstehen. Jedoch gibt es im Internet immer ein 14tägiges Rückgaberecht. Also: Kein Risiko. Jeder kennt vom stationären Optiker den Satz „Da gewöhnen Sie sich dran“ – ich kann da nur gegenhalten: Wer nach 2 Tagen mit seiner Gleitsichtbrille nicht scharf sieht – bei dem ist etwas verkehrt gelaufen. Bei Briloro arbeiten wir nur Gleitsichtgläser mit breiten Sichtbereichen ein. Das führt zu einer Spontanverträglichkeit.Natürlcih macht der Optiker vor Ort viele Messungen – aber die Praxis beweist es geht auch mit Erfahrungswerten. Wir von Briloro haben für jede Brille eine Formel entwickelt. Keine Brille kommt bei uns in den Verkauf, wenn Sie die Praxistests zuvor nicht bestanden hat. Man kann ich bei Briloro auch als Gleitsicht-Teste bewerben. Liebe Grüße, Lars

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