Treppenlift Anbieter im Vergleich: Darauf muss man bei der Hilfe für altersgerechtes Wohnen achten

Treppenlifte ermöglichen die Mobilität in den eigenen vier Wänden, wenn das Treppensteigen nicht mehr so gut funktioniert: Die meistens am Geländer oder der Wand entlang laufenden Sitzaufzüge helfen dabei, mehrere Stockwerke schnell und sicher zu erreichen, die Bewegungsfreiheit dem Alter und der körperlichen Verfassung entsprechend optimal anzugleichen. Die Installation durch Fachleute und die anschließende Bedienung ist denkbar einfach, doch muss man sich vor der Anschaffung sehr genau mit den Treppenlift-Anbietern auseinandersetzen, da altersgerechtes Wohnen auch immer mit individuellen Anpassungen, Ausführungen und Kosten verbunden ist.

Treppenlifte: Alles Wissenswerte!

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Anbieter

Treppenlifte werden von vielen Anbietern vertrieben, die oft lokal ansässig sind und auch überregional arbeiten. Die großen Unternehmen Hiro Lift, Lifta oder TK Treppenlift (ThyssenKrupp Treppenlifte GmbH) vertreiben ihre Produkte auch über ortsansässige Firmen und sechs weitere haben einen Zusammenschluss gegründet, der als Liftunion auf diese Weise deutschlandweit tätig ist. In der Tat ist es eine gute Idee, sich einen Treppenliftanbieter in der Nähe zu suchen, weil dadurch eine individuelle Beratung mit kurzem Anfahrtsweg sowie schnelle und direkte Hilfe für Servicearbeiten und Reparaturen gewährleistet werden kann.

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Modelle

Mit einer Vielzahl unterschiedlicher Modelle, die auf alle möglichen Ansprüche angepasst sind, kann man sich für den idealen Treppenlift entscheiden. Man unterscheidet prinzipiell zwischen Sitzliften, Plattformliften für Rollstuhlfahrer und Stehliften – welche Ausführung passt, ist vom Bedarf, von der körperlichen Verfassung, einer möglichen Pflegestufe und den Gegebenheiten der Treppe selbst abhängig und wird bei der Beratung durch die ausführende Firma geklärt.

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Angebote einholen

Einen ersten Überblick bekommt man, wenn man die Webseiten der Hersteller aufsucht. Hier finden sich auch häufig Formulare, mit denen man Beratungen vereinbaren und Angebote einholen kann. Natürlich kann man auch einen Termin vor Ort ausmachen und sich direkt informieren lassen.

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Überlegungen vor dem Kauf

Bei der Ausführung des Treppenlifts sollte man nicht nur auf die nicht unerheblichen Kosten achten, sondern ein Modell wählen, dass den Ansprüchen (auch den zukünftigen) genügt. Darüber hinaus wird für die Entscheidung aber auch wichtig, wie die Treppenführung verläuft (gerade/kurvig), wie sie gebaut ist (steil/flach, schmal/breit), über wie viele Stockwerke der Lift gehen soll, ob man einen einfachen Stuhl benötigt oder eine Plattform, ob der Lift außen oder innen montiert wird, wie die Bedienelemente angebracht werden (per Fernbedienung oder in der Armlehne), für welches Gewicht der Aufzug geeignet sein soll (meistens bis 120 kg) und wie die Sicherheitsmaßnahmen (Halterungen, Gitter, Griffe, rutschfestes Material, Gurte) aussehen und angebracht sind.

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Sicherheit

Treppenlifte müssen über eine TÜV-CE-Zertifizierung nach europäischen Sicherheitsstandards und über mechanische und auch elektronische Einrichtungen verfügen, mit denen die Fahrt kontrolliert werden kann und durch die für Passagier und andere Treppenbenutzer für Sicherheit gesorgt wird. Hierzu gehören ein Notschalter und auch ein Abstandsmesser, der die Entfernung zur Treppe und zu Personen und Gegenständen feststellt.

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Voraussetzungen

Vor dem Einbau muss man klären, ob durch den Lift nicht andere in Gefahr gebracht werden: Brandschutzbestimmungen können dagegen sprechen und auch nicht ausreichender Platz für andere Personen bei zu schmalen Treppen. Das Bauaufsichtsamt kann darüber Auskunft erteilen. Wenn man Mieter in einer mehrstöckigen Wohnung oder in einem Mietshaus ist, sollte man auch die Erlaubnis des Vermieters einholen. Dieser ist zwar nach Paragraph 554 a BGB verpflichtet den Einbau zu gestatten, wenn eine gesundheitliche Notwendigkeit vorliegt, aber die Bestätigung sollte man sich dennoch schriftlich geben lassen.

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Preise

Pauschale Aussagen über Treppenliftpreise können kaum getroffen werden, da sie sich immer nach dem Modell, der Ausführung und den Gegebenheiten im Haushalt richten. Man kann aber davon ausgehen, dass Kosten ab 3.500 Euro anfallen und mit auch gerne 15.000 Euro deutlich höher werden können.

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Krankenkasse

Die Krankenkassen zahlen eigentlich bei Treppenliften nicht, es sei denn, die Mobilität ist so stark eingeschränkt, dass eine entsprechende Pflegestufe erreicht wurde. Dann können Zuschüsse von maximal 2.500 Euro als Fördermöglichkeit und/oder Kostenerstattung beantragt werden.

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Neu oder gebraucht?

Es ist möglich, Kosten bei Treppenliften zu sparen, wenn man anstelle eines neuen Gerätes ein gebrauchtes nimmt – die Händler nehmen sie mit dem jeweiligen Wiederverkaufspreis oftmals zurück, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Die individuelle Anpassung wird zwar auch hierbei nicht wegfallen, aber es lässt sich durchaus ein bisschen etwas im Preis sparen, wenn es möglich ist, einen nahezu passenden Treppenlift gebraucht zu nehmen.

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Mehr Informationen

Wer sich nicht sofort an eine Firma für einen Treppenlift wenden möchte, kann sich über barrierefreies und altersgerechtes Wohnen auch bei Wohnberatungsstellen informieren, bei Verbänden wie der Diakonie, dem Roten Kreuz, den Maltesern und Johannitern oder der Arbeiterwohlfahrt. Auch die Gemeinden, Kreise und Kommunen stellen Unterstützung und weiterführende Informationen zu den Möglichkeiten von Treppenliften bereit.

2 Meinungen

  1. Kann auch noch nachträglich Geld von der Krankenkasse beantragt werden, also nachdem der Treppenlift eingebaut wurde?

  2. Kann auch noch nachträglich Geld von der Krankenkasse beantragt werden, also nachdem der Treppenlift eingebaut wurde?

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