Tours: Heimatstadt des Heiligen Martin

Die Region um Tours, Touraine, ist ebenfalls für ihre Weinanbaugebiete, vor allem Vouvray, bekannt. Tours ist auch die Heimatstadt des bekannten Heiligen Martin, der von dem Frankenkönig Chlodwig zum Nationalheiligen und Schutzherren der fränkisch-merowingischen Könige erklärt wurde.

Tours – Geschichte

Der Name der Stadt leitet sich von den keltischen Turonen, einem alten, gallischen Stamm, ab. Tours entstand aus der römischen Stadt Caesarodunum (Cäsarenhügel) bzw. Urbs Turonum ab. Die ersten Aufzeichnungen erwähnen den Heiligen Gatianus als ersten Bischof von Tours, sein Nachfolger im Jahre 372 war der hinreichend bekannte Heilige Martin, dessen Grabstätte ein beliebtes Pilgerziel war und Tours eine symbolische Bedeutung verlieh.

Nach mehreren geschichtsbedingten und teils feindlichen Übernahmen konnte König Philipp II. August im Jahre 1203 das Gebiet Touraine für Frankreich zurückgewinnen. König Ludwig XI. errichtete nahe Tours eine Burg, so dass die Stadt zur königlichen Nebenresidenz aufstieg und einen stetigen, wirtschaftlichen Aufschwung erfuhr.

Tours – Sehenswürdigkeiten

Tours ist mittlerweile zu einer beliebten Studentenstadt aufgestiegen, die zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten hat. Ein zentraler Treffpunkt im historischen Altstadtkern ist der belebte Place Plumereau mit seinen gut erhaltenen Fachwerkhäusern.

Der Bau der mächtigen gotischen Kathedrale wurde zu Zeiten der königlichen Präsenz in Tours vorgenommen. Sie ist dem Heiligen Gatianus geweiht. Nachdem zuvor drei Kirchen dort standen, die jedoch größtenteils alle abbrannten, begann man schließlich um 1220/30 mit dem Bau der neuen Kathedrale Saint-Gatien, die über den Vorgängergebäuden errichtet wurde. Die Fertigstellung hat fast vier Jahrhunderte gedauert.

Die Basilika und die Abtei Saint-Martin de Tours wurden dem Heiligen Martin gewidmet und beherbergten die Gebeine des Nationalheiligen, der 397 verstorben ist. Mehrere Jahrhunderte stellte die Grabstätte ein beliebtes Pilgerziel dar und verlieh Tours eine wichtige Bedeutung. Im 18. Jahrhundert verfielen die Basilika und die Abtei zu einer Ruine, die während der Französischen Revolution gänzlich zerstört wurden.

Der Erzbischöfliche Palast, heute Museum der Schönen Künste von Tours, stellt ebenfalls ein sehenswertes Kulturerbe dar, das im Renaissance-Stil erbaut wurde. Der dazugehörige Garten beherbergt eine 33 Meter hohe und 200 Jahre alte Libanonzeder.

Weitere Informationen und Sehenswürdigkeiten von Tours finden Sie hier…

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.