Todesstrafe: Auf welche Arten werden Hinrichtungen vollstreckt?

Bereits im Mittelalter wurde die Todesstrafe praktiziert. Auch heute wird diese noch in vielen Ländern ausgeübt. Allen voran Amerika, China und Afrika. Die traurige Kreativität der Todesstrafe kennt in ihrem Einfallsreichtum fast keine Grenzen. Waren es damals brutale Praktiken, wie das Ausweiden, wobei dem Delinquenten bei vollem Bewusstsein die Organe entnommen wurden, hat man mit dem Fortschritt auch die Todesstrafe laut deren Ausführenden und Weiterentwicklern „humaner“ gestalten wollen. Dies jedoch mit mäßigen Erfolg. Wann ist denn eine Todesstrafe schon human? Unter der Vielzahl an Methoden zur Vollstreckung dieser Strafe, sind die wichtigsten und am meisten Praktizierten, die Giftspritze und der elektrische Stuhl. Die Ausführung dieser Strafe ist zudem auch eine psychische Belastung für die „Vollstrecker“.

Todesstrafe: Wie vollzieht sich die Vollstreckung

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Die Giftspritze

Der Verurteilte wird auf eine Liege geschnallt und bekommt in beide Arme Kanülen in die Venen gelegt. Eine der Kanülen ist die Zufuhr des Giftes und des Narkosemittels in den Körper. Die Zweite dient als Ersatz falls die erste ausfällt.

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Exekution mit der Giftspritze

Zuerst wird das Narkosemittel Thiopental in die Venen gespritzt. Die Narkose hält ca. 10 Minuten an. Anschließend wird Tubocurarinchlorid zur Lähmung der Muskeln und Atemwege verabreicht. Direkt im Anschluss folgt die Injektion des Kaliumchlorids, welches das Herz zum Stillstand bringt. Der Tod tritt in der Regel nach etwa 5 Minuten ein. Jedoch gibt es immer wieder Probleme, da sich die Vollstrecker nicht mit dem Legen von Kanülen auskennen. Meist ist diese Prozedur äußerst schmerzhaft und kann sich bei Pannen bis zu einer Dreiviertelstunde hinziehen und ein qualvolles Ersticken des Kandidaten nach sich ziehen.

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Der Elektrischer Stuhl

Der Verurteilte wird mit mehreren Lederriemen am Stuhl fixiert. Danach wird dem Häftling der Kopf kahl rasiert und an diesem Elektroden mittels eines Kinnriemens befestigt. Die Unterschenkel werden auch rasiert, an denen ebenfalls Elektroden befestigt werden. Damit ein ausreichender Stromfluss gewährt ist, wird ein Naturschwamm, getränkt in Kochsalzlösung, jeweils zwischen den Elektroden und den rasierten Hautstellen angebracht. Abschließend wird der Kopf des Verurteilten mit Hilfe einer Ledermaske, die von Kinn bis Augen reicht und diese verdeckt, an einen Mittelpfosten, der an der Rückenlehne des Stuhls angebracht ist, fixiert.

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Exekution durch den Elektrischen Stuhl

Zwei Personen (meist Vollzugsbeamte) legen zeitgleich jeweils einen Hebel um, der den Strom einschaltet. Die stärkste Anlage hat 2.300 Volt und 9,5 Ampere. Der Strom fließt etwa 8 Sekunden, währenddessen vekrampfen sich die Musekln und der Kopf des Häftlings wird, soweit es die Kopffixierung zulässt, nach hinten überstreckt. Der Verurteilte lässt Urin und Fäkalien ab. Auch Erbrechen von Blut ist keine Seltenheit.
Der Tod tritt durch Herzstillstand ein. Nach einer Zeit von ca. 5 Minuten wird das Herz des Verstorbenen abgehört um seinen Tod zu bestätigen.

Anmerkungen

  • Die angegebenen Zahlen sind rein theoretisch. Meist dauert eine Hinrichtung weitaus länger und ist mit enormen Schmerzen, oft auch Komplikationen verbunden.
  • Es wurden hier nur die zwei häufigsten Methoden aufgeführt, da die Aufzählung aller Tötungsmethoden hier den Rahmen sprengen würde.

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