Thorsten Schäfer-Gümbel und das Thema Wortbruch

Was mag Thorsten Schäfer-Gümbel zur Kandidatur bewogen haben? Vielmehr dürften es die fünf Minuten Ruhm gewesen sein, nach denen sich ein jeder Mensch angeblich sehnt. Das Himmelfahrtskommando, die hessische SPD in den Wahlkampf zu führen, kann eigentlich schon jetzt als gescheitert angesehen werden. Zu omnipräsent sind den Wählern das Scheitern und der Wortbruch der Andrea Ypsilanti.

Das Thema „Wortbruch“ wird Gümpel noch weiter verfolgen. Zwar versuchte er am Wochenende gegenüber der „Leipziger Volkszeitung“ den Begriff zu relativieren, indem er keinen Politiker sehe, der noch keinen Wortbruch im Wahlkampf begangen hat, jedoch zeugt dieser Versuch einer Offensive, dass Gümpel die eigentliche Problematik nicht verstanden hat. Hessen hat sich bei der letzten Wahl einen Umbruch gewünscht, weil Roland Koch einfach zu dominant aufgetreten ist. Noch immer ist die CDU in Hessen mit dem Namen Roland Koch gleichzusetzen. Doch bei all dem Glückstaumel hat die SPD die gleichen Muster zur Anwendung gebracht und Andrea Ypsilanti mit der „Gier“ nach dem Ministerpräsidentamt die SPD in eine schwere Krise gestürzt.

Eigentlich ist Thorsten Schäfer-Gümbel nur zu bedauern, denn das Scheitern im Wahlkampf, könnte das Ende seiner fünf Minuten Ruhm bedeuten.

9 Meinungen

  1. Natürlich ist es äußerst leicht Thorsten Schäfer-Gümbel als designierten Versager einzustufen, der nach seinen 5 Minuten Ruhm wieder verschwinden wird. Aber ihn so zu bemitleiden finde ich schlicht falsch. Er hätte unter anderen Umständen nie die Chance gehabt, so ins Rampenlicht zu treten. Ihm war sicher bewusst wie riskant dieser Schritt ist – aber wie heißt es „Du hast keine Chance, also nutze sie!“ … Ich drücke ihm jedenfalls die Daumen!

  2. Entschuldigen Sie bitte, wenn der Eindruck entstanden sein sollte, dass ich Herrn Schäfer-Gümpel für einen potenziellen „Versager“ gehalten habe. Dies ist definitiv nicht der Fall, nur fehlt mir das Verständnis für die Kandidatur. Allerdings dürfte es schwer fallen, sich auf einem hohen Niveau zu etablieren, angesichts des Chaos, welches in der SPD herrscht.

  3. Der Obama aus Hesse hat jetzt auch seinen eigenen Song von einem Fan bekommen 😉

    http://www.youtube.com/watch?v=da5pXCjk1Q8

  4. Ich stimme ebenfalls zu, dass Schäfer-Gümpel kaum eine Chance hat. Denn nicht nur hat die SPD Wortbruch begangen, sondern ist sogar dabei gescheitert. Welche Person sich dann vor diese Partei stellt, ist eigentlich egal. Es sei denn, es wäre jemand, der schon davor eine starke Persönlichkeit war und der man auch abnimmt, dass er/sie auch wirklich eine Veränderung bringt.

  5. Thorsten Schäfer-wer? – er wird im Lokus der Geschichte verschwinden wie viele andere vor ihm. Nur ein Anhängsel der Frau Ypsilanti, die mit ihren tricksereien die Wähler getäuscht hat – nicht mehr!!

    Die Politiker halten die Wähler zwar für dumm, aber vergesslich sind sie gerade in diesem Fall nicht. Koch ist bestimmt nicht ein Sympathieträger, aber allemal besser als diese Chaotentruppe um Frau Y. herum.

    Fehlende Unterstützung selbst der SPD Bundespartei zeigt doch auf, was die sogar von ihm halten….

  6. Die Vorbehalte gegen Frau Y. sind zweifellos berechtigt, ihr dummdreister Wortbruch und ihre politische Unfähigkeit sind schon eine schwere Last für die SPD. Allerdings sind auch die Spitzen der übrigen Parteien in Hessen von einer ausgesuchten Unfähigkeit oder Schwäche. Die Union hat immerhin bei der letzten Wahl satt zweistellig gegen einen ausgesprochen schwachen Gegner verloren, Jörg-Uwe Hahn und seine FDP ist inhaltlich derart undefinierbar und unterirdisch, dass sie eigentlich kein vernünftiger Mensch wählen kann, es sei denn, er will die nichtssagendsten Politiker im Parlament sehen, die man sich nur vorstellen kann. Dann sind da noch die Grünen – auch Sie tun sich schwer, Wähler zu begeistern. Sie verwalten allenfalls ihre Stammwählerschaft. Die Linken sind insofern ein Ärgernis, als sie die sich als Heilsbringer aufspielen, in der Realpolitik (Osten) aber alles andere als Wohltaten verteilen, die sie in Hessen noch versprechen. Die Wahlbeteiligung am 18. Januar dürfte daher in Hessen ein Rekordtief erreichen. Hoffentlich täusche ich mich!

  7. Es ist kaum zu fassen, wen die hessische SPD den Wählern als Spitzenkanidaten vor die Nase setzt. Thorsten Schäfer-Gümbel sollte einige Rhetorik Grundkurse besuchen. Wenn ein Politiker nicht die Basics beherscht; sich verbal nicht ausdrücken kann, aus Verlegenheit mehr Witze in Talkshows macht als ernsthafte Aussagen zum Parteiprogramm, dann darf dieser Mann nicht Ministerpräsident werden. Ich habe bisher immer die SPD gewählt. Diesen SPD-Spitzenkanidat kann man und sollte man nicht wählen. Wer sich mit Misel Friedmann trifft und sich dabei vernichten lässt, sollte nicht der mächtigste Mann Hessens werden.

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