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    Start » Terroranschlag in Wien: Vier Todesopfer, 15 Verletzte
    Krisen & Konflikte

    Terroranschlag in Wien: Vier Todesopfer, 15 Verletzte

    3. November 2020Updated:14. Oktober 20263 Minuten Lesezeit

    In der Bundeshauptstadt der Republik Österreich hat es am Montagabend einen schweren Terroranschlag gegeben. Mindestens ein Täter mit islamistischem Hintergrund hat auf offener Straße vier Menschen erschossen und eine Reihe weiterer Personen zum Teil schwer verletzt. Der Attentäter wurde von einer Sondereinheit der Polizei getötet.

    Mehrere Tatorte in der Wiener Innenstadt

    Insgesamt hat der Attentäter an sechs verschiedenen Plätzen in der Wiener Innenstadt um sich geschossen, zumeist beliebte Ausgangsviertel. Der erste Tatort befand sich in der Nähe von Wiens größter Synagoge. Dort befindet sich außerdem der Hauptsitz der jüdischen Gemeinde. Ob die Synagoge das Ziel der Attacke war, ist zurzeit noch ungewiss.

    Die einzelnen Orte waren zum Zeitpunkt der Tat sehr belebt, da es sich um den letzten Abend vor dem Corona-Lockdown in Wien handelte und viele Menschen deshalb noch einmal Restaurants und Bars besucht haben.

    Insgesamt fielen vier Menschen dem Attentäter zum Opfer. Zwei Männer und eine Frau starben noch an den Tatorten, eine Frau erlag später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Mehr als 15 weitere Personen wurden bei dem Anschlag zum Teil schwer verletzt, unter anderem auch ein Polizeibeamter. Laut Angaben österreichischer Medien befinden sich sieben von ihnen in Lebensgefahr.

    Täter mit islamistischem Hintergrund

    Für den Anschlag wird mindestens ein islamistischer Terrorist verantwortlich gemacht, zuerst war auch von zwei oder mehreren Tätern die Rede. Mittlerweile heißt es jedoch, dass es zurzeit keine weiteren Hinweise auf weitere Attentäter gebe. Der 20-jährige Schütze wurde in der Vergangenheit bereits als Anhänger der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) identifiziert.

    Er war im letzten Jahr zu einer fast zweijährigen Haftstrafe verurteilt worden, weil er versucht hatte, sich in Syrien dem IS anzuschließen. Allerdings war er im Dezember aufgrund seines Alters vorzeitig aus der Haft entlassen worden.

    Bewaffnet war der Attentäter mit einem automatischen Kalaschnikow-Sturmgewehr, einer Machete sowie einer Pistole. Außerdem trug der Österreicher mit nordmazedonischen Wurzeln eine Sprengstoffweste, bei der es sich aber um eine Attrappe handelte. Seine Tat hatte der radikalisierte Schütze zuvor im Internet angekündigt.

    Hausdurchsuchungen in der österreichischen Hauptstadt und in St. Pölten

    Bei ersten Hausdurchsuchungen im wurden im Zusammenhang mit dem Attentat laut österreichischen Medien mehrere Personen festgenommen. Die Durchsuchungen fanden sowohl in Wien als auch in St. Pölten statt.

    Gleichzeitig werten die österreichischen Ermittlungsbehörden zurzeit ungefähr 20.000 Videos von Zeugen aus, die ihnen aus der Bevölkerung zur Verfügung gestellt wurden. Die Bewohner Wiens wurden auch noch Stunden nach der Tat aufgefordert, und öffentliche Plätze zu meiden und in ihren Häusern zu bleiben. Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat eine Kabinetts-Sondersitzung einberufen, um mit den Kabinettsmitgliedern über weitere Schritte im Kampf gegen den Terror zu beraten.

    Bildnachweis: Pixabay, 378255, cocoparisienne

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