Tata Manza: Allerweltsdesign mit Stufenheck

Der Tata Manza dürfte hierzulande genau damit wiederum scheitern, sollte er überhaupt jemals ernsthaft nach Westeuropa kommen: Ein Stufenheck wird von den allermeisten Kunden erst ab der besseren Mittelklasse gefordert, ansonsten heißt es klar Kombi bzw. Schrägheck. Schwarzmalerei? Wie viele VW Jettas haben Sie denn zuletzt so gesehen?

An der Größe gibt es an dem auf dem Genfer Autosalon 2011 vorgestellten Mittelklasse-Modell nicht viel auszusetzen: 441 cm Länge 170 cm Breite und 155 cm Höhe (inklusive Dachantenne) gehören in Europa mittlerweile eher der Kompaktklasse an, während der Radstand von 252 cm sowie der 460 Liter große Kofferraum gut bemessen sind.

Der Tata Manza hat in Westeuropa schlechte Karten

Was den Tata Manza antreibt, ist bestens dazu geeignet, hiesige Ökohysteriker zu beruhigen: der Quadrajet 90, ein 1.2-l-Vierzylinder-Turbodiesel mit 200 Nm wie auch der 1.4-l-Benziner Safir 90 mit 116 Nm, beide 90 PS stark, dürften nicht allzu viel Kraftstoff verbrauchen. Ob jedoch, und das ist für einen möglichen Verkauf in unseren Breiten essentiell wichtig, die Emissionsvorschriften eingehalten werden, bleibt allerdings fraglich.
Die vorderen innenbelüfteten Scheibenbremsen und hinteren Trommeln dürften mit der zulässigem Gesamtgewicht von 1575 bis 1660 kg nicht überfordert sein.

Die große Frage diesbezüglich ist die Crashsicherheit: Bleibt der Manza wie ein ordentliches Mittelkasse-Auto formstabil oder faltet er sich wie ein Landwind zusammen?

Mittelklasse Standard von 1995

Der Tata Manza verfügt trotz seines erwatungsgemäß relativ niedrigen Preises über einen ansehnlichen Innenraum, der zwar nicht nach Highend-Design, aber eben auch nicht wie so oft nach klobigem Billig-Plastik aussieht.

Rundum elektrische Fensterheber und die ziemlich schicke Zweifarb-Ausstattung täuschen jedoch nur den unbedarften Kunden darüber hinweg, dass Elektronik in diesem Tata nur an der Einspritzung und im Radio zu finden ist: Soll heißen: Zur Hölle mit der Sicherheit, von gar ESP ist auf der Herstellersite nie die Rede, zwei Frontairbags gibt es nur in der Topversion Elan und selbst ABS wird hierzulande wie in den frühen 90ern noch als bewegende Neuheit herausgestellt. Weggetreten!

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