Stachus – der Karlsplatz in München

Die Bezeichnung Stachus für den Karlsplatz hat sich bis heute durchgesetzt, da der Pfälzer Kurfürst bei den Münchnern nicht sehr beliebt war. An der Stelle, wo einst der Stachusgarten stand, befindet sich heute Kaufhof.

Stachus – belebter Ort und Treffpunkt

Die Münchner Redewendung „Da geht’s ja zu wie am Stachus“ erinnert bis heute daran, dass der Karlsplatz einst als verkehrsreichster Platz Europas galt. Einige Bewohner bayrischer Gemeinden gaben ihrem jeweils verkehrsreichsten Platz ebenfalls den Spitznamen „Stachus“. Heute ist der Stachus nicht nur Knotenpunkt des Münchner Verkehrs, sondern auch beliebter Treffpunkt zum Verweilen und Shoppen.

Der Stachus verzaubert durch seine halbkreisförmige Anordnung der ihn begrenzenden Rondellbauten, die in den Jahren 1899 bis 1902 angeregt durch die Architektur der Diokletiansthermen in Rom erbaut wurden. Zwischen den beiden historischen Bauwerken befindet sich das ehemalige Stadttor (Karlstor), das von der einstigen Festungsanlage des Standortes zeugt.

Das Stachusbauwerk am Karlsplatz in München

Dem Karlstor gegenüber befindet sich das heutige Hotel Königshof, das Mitte des 19. Jahrhunderts zum Grandhotel Bellevue avancierte und wegen seiner zentralen Lage zwischen Altstadt und Hauptbahnhof geschätzt wurde. Der monumentale Alte Justizpalast, der eines der prachtvollsten Bauwerke ist, das je für die Rechtsprechung in Deutschland gebaut wurde, befindet sich an der Nordseite des Karlplatzes.

Im Zentrum des Stachus befindet sich heute ein Brunnen, der 1970 im Zuge des Baus der Münchner S-Bahn angelegt wurde. Im gleichen Atemzug entstand das unter dem Karlsplatz liegende Stachusbauwerk, das für eine Zeitlang das größte unterirdische Einkaufszentrum der Welt war. Das Stachusbauwerk wurde 2005 an die Stadtwerke München verkauft und bis zum Jahr 2009 für 30 Millionen Euro renoviert.

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