So liefen die NFL-Championship-Games

 Denver Broncos gegen Seattle Seahawks, oder: die beste Offensive gegen die beste Defensive – so lautet die Paarung am 2. Februar 2014, wenn der Super Bowl XLVIII in New Jersey ausgetragen wird. Lesen Sie hier, wie sich beide Teams für das große Finale qualifizierten.




AFC Championship: Denver Broncos vs. New England Patriots 26:16

Am Ende einer langen Saison wurden die New England Patriots dann doch von Verletzungen eingeholt. Als auch noch New Englands bester Cornerback Aqib Talib zu Beginn des zweiten Viertels angeschlagen das Feld verlassen musste, hatten die Pats keine Antworten mehr auf die Pässe von Denvers Quarterback Peyton Manning – es war der Anfang von New Englands Ende. Broncos‘ Star-Receiver Demaryius Thomas (134 Yards, 1 Touchdown), bis dahin solide gedeckt von Talib, wurde neben Manning zum überragenden Offensivspieler der Partie.
Der Plan der Patriots, verstärkt auf das zuletzt so erfolgreiche Laufspiel zu setzen, war schnell dahin. Running Backs LaGarrette Blount und Stevan Ridley fanden keine Lücken in Denvers Laufverteidigung. Am Ende der 60 Minuten hatte Blount magere 6 Yards Raumgewinn bei 5 Versuchen zustande gebracht, Ridley war mit 17 Yards bei 5 Versuchen auch nicht erfolgreicher. Spätestens als Denver mit der ersten Angriffsserie im dritten Viertel auf 20:3 davonzog, musste New England auf Quarterback Tom Brady und dessen Pässe (277 Yards, 1 TD) setzen. Und da zeigte sich erneut, dass Bradys Receiver – die Wiederentdeckung Julian Edelman (89 Yards, 1 TD) vielleicht mal ausgenommen – bestenfalls Mittelmaß darstellen.
Manning (400 Yards, 2 TD’s) derweil sah aus wie „a man on a mission“ – ein uns andere Mal zerpflückte er mit präzisen Würfen die dezimierte Pats-Abwehr. Und so war das Spiel dann auch nach der erwähnten ersten Serie im dritten Viertel entschieden. Nicht nur hatten die Broncos lange acht Minuten von der Uhr genommen; allen Zuschauern war klar, dass die Patriots keine 17 Punkte mehr aufholen würden.

NFC Championship: Seattle Seahawks vs. San Francisco 49ers 23:17

So einseitig die AFC-Partie verlief, so hart umkämpft war das NFC-Pendant. Erst 22 Sekunden vor Schluss war das Spiel entschieden: Der Ball, von 49ers-Quarterback Colin Kaepernick in die Seahawks-Endzone geworfen, konnte von Seattles Cornerback Richard Sherman abgeklatscht und dann von seinem Mitspieler Malcolm Smith zur entscheidenden Interception gefangen werden. Seattle hatte den Super Bowl erreicht, die 49ers standen mal wieder mit leeren Händen da. In den letzten drei Jahren haben die Niners zweimal das Championship Game verloren, einmal den Superbowl.
Dabei fing dieses Mal alles so gut für die 49ers an: Sie führten im zweiten Viertel mit 10:0, ehe es mit einer 10:3-Führung in die Pause ging. Kapernick (153 Yards, 1 Touchdown, 130 Rushing Yards) hatte die sagenumwobene Seahawks-Defensive ein ums andere Mal mit seinen Läufen genarrt – inklusive eines 58-Yard-Sprints, der anschließend zum Touchdown und zum 10:0 führte. Nach der Halbzeitpause allerdings gaben die Niners das Spiel mehr und mehr aus der Hand. Seahawks-Running Back Marshawn Lynch (109 Yards, 1 TD) zeigte mit einem atemberaubenden 40-Yard-Touchdown-Lauf, warum er „Beast Mode“ genannt wird. Lynchs Ausgleich zum 10:10 steckten die 49ers noch weg und gingen ihrerseits sofort wieder mit 17:10 in Führung. Im Schlussviertel aber war der Tank der 49ers leer. Seattles Quarterback Russell Wilson (215 Yards, 1 TD), der den ersten Durchgang gleich mit einem Fumble begonnen hatte und auch sonst zu Beginn heillos überfordert wirkte, gewann an Sicherheit und brachte mit einem 35-Yard-Pass auf Jermaine Kearse die Seahawks erstmals in Führung. Entscheidend allerdings waren die drei Turnovers (ein Fumble, zwei Interceptions), die sich allein Colin Kaepernick im letzten Viertel leistete. Und so mündete alles in der letzten Interception 22 Sekunden vor Ende – als Kaepernick seinen völlig abgemeldeten Top-Receiver Michael Crabtree suchte und nur die Hand von Richard Sherman fand.

Foto: Yehuda Boltshauser/Thinkstock

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