So können Sie Garantiefonds selbst bauen: Tutorial für Anleger

Um einen Garantiefonds selbst bauen zu können sollte man jedoch schon über ein gewisses Kapital verfügen. Es macht aus zeitlicher, aber auch ökonomischer Perspektive keinen Sinn mit zu kleinen Beträgen einen solchen Fonds der Marke Eigenbau zu konstruieren.

Warum sollte man sich einen Garantiefonds selbst bauen?

Banken verkaufen einem gerne Finanzprodukte oder immer wieder neue Fonds. Allerdings zahlt man mitunter zu viele Gebühren bei zu wenig Leistung: Ausgabeaufschlag (abgekürzt AA), Grundgebühren und von der Rendite des Fonds abgängige Leistungserfolge. Teilweise ist das jedoch bei Garantiefonds Unsinn. Warum soll man auf die gesamte Anlagesumme eine jährliche Gebühr zahlen, wo der Fondsmanager die Garantiekomponente des Fonds auch nur sicher verleiht oder investiert? Deshalb nachfolgend nun eine Beschreibung wie man seinen Garantiefonds selbst bauen kann.

Garantiefonds selbst bauen: So wirds gemacht!

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Ausgangslage

Bevor man weiter macht muss man zuerst die Ausgangslage analysieren: Wie viel Geld habe ich? Auf welchen Konten/Depots liegt das Geld? (Anfangen zu bündeln) Wie lange soll das Geld angelegt werden?
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Garantiekomponente festlegen

Nachdem man die vorherigen Fragen beantwortet hat muss man sich fragen, wie hoch der durchschnittliche Zinssatz in den Jahren der Anlage sein wird. Man kann hierbei durchaus kreativ werden und die Zinsen von Anleihen (große, sichere Unternehmen und Staaten), ausländische Tagesgeldkonten mit Fremdwährungen, aber auch einfache Tagesgeldkonten nehmen. Bei einer niedrigen Zinslage sollte man nur kurzfristig investieren, bei einer hohen langfristig. -Ein gutes Mischen der verschiedenen Formen hilft. Jedoch sollte man das Risiko immer im Auge behalten, denn das ist der Teil der später die Kapitalgarantie ausmacht. Aktive oder passive (ETF) Fonds sind unter Umständen eine gute Hilfe.
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Wie groß muss der Garantieteil sein?

Nun muss man einfach einen Zinsrechner für eine einmalige Geldanlage im Internet finden und die entsprechenden Daten eingeben: Anzahl der Jahre, gewünschtes Endkapital (in diesem Fall das Gesamtkapital) und der Zinssatz. Anschließend wird er einem das Anfangskapital nennen können das benötigt wird. Nun nimmt man einfach das Gesamtkapital und subrahiert (Minus) das Anfangskapital bei dem Zinsrechner. Das ist die Risikokomponente. Der Teil des Geldes der verloren gehen darf. Die Anfangssumme des Tagesgeldrechners ist die Summe die man sicher anlegen (auf Festgeldkonten etc.) muss.
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Risikokomponente: Wofür?

Die Risikokomponente dient der Ertragssteigerung. Gerade langfristig (10 Jahre + x) wird sie sehr wichtig, weil die Inflation sich dann schon deutlich bemerkbar machen wird.
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Was sind gute Risikokomponenten?

Aktien, Währungen mit Kredit, Optionen, Rohstoffe, Investitionen in Immobilien mit Kredit, etc. etc…
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Wie hoch sollte das Risiko denn sein?

Das darf man ganz individuell festlegen: Für den einen kann der Aktienkorb DAX das richtige Investment sein, für jemand anderen, ein hoher Rohstoffanteil. Diesen Baustein kann man natürlich in Aktienfonds investieren. Das Risiko bleibt jedem am Ende selbst überlassen.
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Pflege der Bausteine

Bei dem Kapitalgarantie-Baustein sollte man die Zinsentwicklung beobachten. Bei der Risikokomponente den Risikofaktor: Wenn die Aktienmärkte auf einem Allzeithoch sind sollte man vielleicht seine Aktien verkaufen und mehr in Junk-Bonds (Anleihen mit hohen Zinsen) investieren.
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Abschlus

Zum Ende sollte man den Aktienanteil stetig reduzieren, weil man nicht mehr die Zeit hat, Verluste auszusitzen. Man sollte genauso bei dem Währungsanteil und den Anleihen verfahren. Mehr reduzieren und auf das ganz sichere Tages- oder Festgeldkonto umstrukturieren.
Zeitaufwand: 400 Minuten Schwierigkeitsgrad:

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