Sixtinische Kapelle im Vatikan: Michelangelos Deckengemälde

Die Sixtinische Kapelle im Vatikan gehört sicherlich zu den bekanntesten Bauwerken der Welt! Doch diesen Ruf verdankt die Kirche nicht ihrer außergewöhnlichen Bauweise oder aufwendigen Architektur, sondern der kunstvollen Innenausstattung, der Deckengemälde und Fresken, an denen die bekanntesten Künstler der Renaissance. Allen voran geht das Deckengemälde von Michelangelo Buonarroti.

Die Sixtinische Kapelle: Sehenswürdigkeit im Vatikan

Längere Zeit schon verweilte Michelangelo Buonarroti schon nicht mehr in Rom, als er Anfang des 16. Jahrhunderts in die Metropole Italiens zurückkehrte. Die Ausgestaltung der Sixtinischen Kapelle war zwar schon einmal im Gespräch, doch rechnete Michelangelo nicht mehr mit diesem Auftrag. Sein Hauptanliegen in Rom war die Fertigstellung des päpstlichen Grabmals.

Dennoch erhielt er den Auftrag für das Deckengemälde in der Sixtinischen Kapelle, nahm in aber nur widerwillig an. Schließlich sah er seine Stärke nicht in der Fresken-Malerei. Doch sollte diese aufgedrängte Malerei in der Kirche zu seinem bekanntesten und ruhmreichsten Werk seines Lebens werden.

Deckengemälde und Fresken von Michelangelo Buonarroti

Viereinhalb Jahre lang arbeitete Michelangelo Buonarroti an der Ausgestaltung der Sixtinischen Kapelle. Doch musste er einsehen, dass das Unterfangen kaum alleine zu meistern war. So ließ er befreundet Maler aus Florenz zur Hilfe kommen. Doch was sie an der Decke der Kirche veranstaltete missfiel dem temperamentvollen Michelangelo derart, dass er seine Gehilfen kurzerhand entließ und die von ihnen gemalten Passagen abriss.

Mit dem Kopf nach oben, unter widrigen Umständen und durchkreuzt von Intrigen seiner Neider, gelang es Michelangelo schließlich alleine, das Deckengemälde in nur 22 Monaten fertigstellen. Es zeigt die Schöpfungsgeschichte mit hunderten von Figuren und „Die Erschaffung Adams“ sowie „Das jüngste Gericht“ gehören zu den wichtigsten Werken in der Sixtinischen Kapelle.

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