Sieben Regeln für die perfekte Wahl des Weines

Heutzutage kochen wir modern und vielfältig. Alte Regeln, wie der Rotwein passt zum dunklen Fleisch und der Weißwein zum Fisch sind kaum noch eine Hilfe bei der Wahl des geeigneten Weines. Unser Rat: Kombinieren Sie kreativ. Sieben Punkte, die Sie dabei beachten sollten…

Die Sauce gibt den Ton an

Es ist so simpel wie logisch: Hähnchenfleisch mit einer asiatischen süß-sauren Sauce ist geschmackstechnisch eine andere Welt als ein klassisches „Coq au Vin“. Die vielfältigen Aromen der Sauce entscheiden über eine perfekte Partnerschaft zwischen Essen und Wein. Das Hühnchen süß-sauer wünscht einen fruchtbetonten Riesling, das „Coq au Vin“ hingegen einen Spätburgunder. Bei schweren, dunklen Saucen sollten Sie zu einem Bordeaux greifen oder zu einem Cabernet Sauvignon.

Erst der Wein, dann das Essen

Wenn Sie – zum Beispiel für ein wichtiges Ereignis – ganz sichergehen wollen, dann suchen Sie erst den Wein aus und stimmen dann das Essen darauf ab. Das ist manchmal viel einfacher!

Vielfältige Aromen

Nichts spricht gegen getrüffelte Vorspeisen oder Salat aus roh gehobelten Artischocken. Aber vielleicht genießen Sie solche Gerichte besser einfach solo und konzentrieren sich auf die vielfältigen Aromen Ihrer Speise. Es gibt Situationen, in denen man keine Kompromisse machen sollte – der Lieblingswein schmeckt viel besser hinterher.

Käse liebt Weißwein

Das Zusammenspiel von Käse und Wein ist ein weites Feld. Wenn Sie zu einem bestimmten Wein Käse anbieten, sollten Sie deshalb die Auswahl möglichst klein halten und bei einer Geschmacksrichtung bleiben. Frische Weichkäse mögen kräftige Weißweine wie Weißburgunder oder Chardonnay – harmlose Schnittkäse übrigens auch. Blauschimmel mag die Süße von Riesling, Portwein und Sauternes. Aber auch, wenn es unbedingt ein kräftiger Rotwein sein soll, kann das funktionieren. Wir empfehlen zum Rotwein einen Manchego, Pecorino oder Camembert.

Rosé heißt der Liebling

Ein fruchtbetonter, harmonischer Roséwein ist ein genialer Essensbegleiter. Aber: Rosé ist nicht gleich Rosé! Beachten Sie, aus welcher Rebsorte er gekeltert wird. Ein lachsfarbener, eleganter Côtes de Provence hat mit einem kraftvollen Tempranillo oder Cabernet-Rosé wenig zu tun. Ersterer ist perfekt zu Vorspeisen aller Art, der zweite passt zum Beispiel zur würzigen Grillwurst.
Wenn Sie Ihren Gästen etwas Ungewöhnliches bieten möchten, sollten Sie ein komplettes Menü mit unterschiedlichen Rosé-Weinen planen – ein spannender Genuss.

Auf die Reihenfolge kommt es an

Kombinieren Sie Ihre Menü-Begleiter mit Bedacht. Fangen Sie bei den Speisen leicht an und steigern Sie sich dann. Zum Start bietet sich ein leichter, im Stahltank ausgebauter Weißwein wie beispielsweise der Riesling, Müller-Thurgau oder Kabinett an. Nach einem kräftigen, eventuell im Barrique gereiften Grau-Weißburgunder oder Chardonnay wechseln Sie zum Rotwein.

Kompromisse machen

Ja, es gibt Allrounder. Die sind unkompliziert, harmonisch, ohne Ecken und Kanten. Meist handelt es sich um gute, aber einfachere Weine, die fruchtig-weich sind und wenig Tannin und Säure haben. Unter Grauburgunder, Müller-Thurgau, Nosiola, Portugieser und Merlot werden Sie fündig.

Foto: Thinkstock, sb10064542u-001, Digital Vision, Ryan McVay

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