Shisha-Trend: Ärzte warnen vor Gefahren des Rauchens

Shisha-Trend: Ärzte warnen vor Gefahren des Rauchens

Der Wasserpfeifen-Trend schwappte bereits vor einigen Jahren nach Deutschland über. Seither ist es vor allem bei Jugendlichen sehr beliebt, genüsslich eine Shisha zu rauchen. Jetzt warnen Ärzte vor den Gesundheitsgefahren und Nebenwirkungen des Blubberns in schlecht belüfteten Shisha-Bars.


Wasserpfeifen-Genuss – Vergiftungen häufen sich

Eine Shisha ist eine Wasserpfeife mit arabischen Wurzeln. Erhitzt und mithilfe von glühender Kohle verdampft wird spezieller, sehr feuchter Shisha-Tabak, den man auch selbst herstellen kann. Die Kräutermischungen enthalten neben Tabak getrocknete Früchte, Fruchtaroma, Melasse und Glycerin.

In Shisha-Bars liegt ein süßlicher Duft in der Luft. Das hochgiftige Kohlenmonoxid, das beim Verbrennen der Shisha-Kohle entsteht, riecht leider niemand. Geschlossene Räume im Winter sind daher ein ernstes Problem. Immer häufiger kommt es zu lebensgefährlichen Kohlenmonoxid-Vergiftungen. Laut Angaben der „FAZ“ wurden 2017 allein in Düsseldorf knapp 40 Fälle gemeldet.

Ärztekammer fordert Kohlenmonoxid-Melder in Shisha-Bars

Häufig führen Betroffenen die Anzeichen einer Kohlenmonoxid-Vergiftung wie Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen auf das Shisha-Rauchen selbst zurück – ein gefährlicher Irrtum. Kohlenmonoxid-Melder in den Shisha-Bars wären überaus hilfreich, um eine schädliche Konzentration von Kohlenmonoxid in der Luft festzustellen und Alarm zu schlagen. Meist fehlen die Melder jedoch, obwohl täglich duzende Shishas vor sich hin dampfen. Genaue Zahlen ausschließlich für Shisha-Unfälle in ganz Deutschland gibt es leider (noch) nicht. „Die Kohlenmonoxid-Vergiftungen werden nur insgesamt erfasst“, sagt ein Sprecher der Techniker-Krankenkasse, und meint damit auch die Fälle, bei denen Leute auf die Idee kommen, in geschlossenen Räumen mit Holzkohle zu grillen!

Wasserpfeifen- ist schädlicher als Zigarettenrauch

Etwa jeder Fünfte Zehntklässler in Deutschland saugt regelmäßig am Schlauch einer Wasserpfeife, das ergab eine Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit, die in sechs Bundesländern 7.000 Schüler zu ihrem Shisha-Konsum befragte. Harmlos ist dabei das „Blubbern“ keinesfalls, gerade dann nicht, wenn der Rauch tief inhaliert und nicht nur gepafft wird. Wie Weltgesundheitsorganisation (WHO) weißt darauf hin, dass „der inhalierte Rauch einer Wasserpfeifen-Sitzung dem Rauchvolumen von 100 Zigaretten entspreche“, wie die „FAZ“ berichtet.


Bildquelle: Pixabay, 768178, Activedia

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