Sengoku Basara Samurai Heroes für Nintendo Wii im Test

Die Story von Sengoku Basara Samurai Heroes ist in der namens gebenden Sengoku-Zeit angesiedelt, welche im 16. Jahrhundert stattfand und zu Deutsch soviel wie „Zeit der streitenden Reiche“ bedeutet.

Damals war Japan in mehrere Territorien mit autonomen Herrschern aufgeteilt und es entbrannte ein erbitterter Kampf um die Vorherrschaft im Land. Als Spieler entscheidet ihr euch für einen der Anführer und versucht das Japan unter euch zu vereinen, dabei hat jeder Protagonist seine eigenen Beweggründe.

Charakterauswahl in Sengoku Basara Samurai Heroes

Bei der Charakterauswahl kann man sich wirklich nicht beklagen! Zu Beginn stehen sechs der insgesamt fünfzehn verfügbaren Kämpfer zur Auswahl. Jeder der Kämpfer besitzt einen eigenen Kampfstil – vom waffenlosen Kampf über Schwerter, Speere und Bögen ist alles dabei.

Aber auch nicht so übliche Waffen finden ihren Einsatz. Einer der Kämpfer ist zum Beispiel an eine Kette gefesselt welche an der anderen Seite eine riesige Kugel hat wodurch er zwar langsamer ist, dafür aber ordentlich Schaden verursacht. Ihr steht eher auf Action mit Schusswaffen? Kein Problem, die Anführerin der Saica-Fraktion ist mit Pistolen, Shotguns und sogar Raketenwerfern ausgestattet.

Storymodus

Habt ihr euch für einen Kämpfer oder Kämpferin entschieden, könnt ihr euch auch schon in die „Heldengeschichte“, sprich Kampagne stürzen. Die nun folgende Render-Sequenz sieht wirklich gut aus und stellt euch jeden Charakter und seine Beweggründe vor, wobei jeder ein eigenes Filmchen spendiert bekommen hat.

Anschließend landet ihr im Kampagnenmenü wo ihr entweder in die nächste Schlacht ziehen könnt, euren Kämpfer mit erworbenen Items ausrüsten oder im Basara-Markt einkaufen könnt. Durch das Drücken der C-Taste erscheint im Menü eine Karte des alten Japan im Stile des Brettspielklassikers Risiko. Ihr seht welche Gebiete bereits von euch besetzt sind und welche noch zu den verschiedenen Kontrahenten gehören.

Entscheidet ihr euch für die Schlacht wechselt ihr die im Hintergrund bereits ersichtliche Karte
à la Google-Earth und wählt euren nächsten Feldzug aus. An dieser Stelle hat Capcom versucht, Elemente aus dem Strategie-Genre ins Spiel zu bringen was leider nicht wirklich funktioniert hat. Die zur Auswahl stehenden Gegner werden euch fest vorgegeben und ihr könnt nicht wirklich frei auf der Karte bewegen.

Hier fehlen mir auch einige Infos zu den Gegnern: Wählt ihr einen aus, so wir lediglich dessen Name und die Karte auf der auf der gekämpft wird angezeigt. Es gibt keine Informationen, die ein taktisches Vorgehen unterstützen würden. An dieser Stelle hätten weitere Infos wie zum Beispiel Schwierigkeit oder Erfahrungslevel gut gepasst.

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Steuerung

Habt ihr es dann in das erstel Level geschafft, steht eure Held in Begleitung seines Beraters (oder später mit einem Verbündeten) am Anfang der Karte. Ein Tutorial oder eine Einführung in die Steuerung gibt es nicht, was aber auch nicht unbedingt notwendig ist, da die Steuerung wirklich leicht zugänglich ist. Ihr könnt mit WiiMote und Nunchuck spielen oder wahlweise zum Classic-Controller greifen. Der Unterschied bei den Eingabegeräten ist nur minimal, da auch die Bewegungsteuerung nur bei einer Aktion eingesetzt wird. Ich persönlich halte die Entscheidung für eine minimalisierten Bewegungsteuerung in einem Hack’n’Slay-Spiel dieser Art sowieso für vorteilhaft, da es ansonsten in unkontrolliertes Umherschwingen ausartet.

Aber zurück zu Tastenbelegung. Ich habe mit WiiMote und Nunchuck gespielt und war mit der Annordung der Belegung wirklich zufrieden. Fangen wir mit dem Nunchuck an. Wie üblich bewegt ihr mit dem Controll-Stick euren Charakter, mit Z wird geblockt und mit C gesprungen. Mit den Tasten der WiiMote führt ihr die Angriffe aus: Normaler Angriff mit A, besonderer Angriff mit B.

Durch Schütteln löst ihr den mächtigen „Basara-Angriff“ aus, welcher aus einer Serie verschiedenster Moves besteht und ordentlich was hermacht. Den sogenannten „Heldenangriff“ führt ihr mit dem Minus aus. Der „Heldenangriff“ ist im Prinzip nichts anderes wie die alt bekannte Bullet-Time, in der der Kämpfer ebenfalls ordentlich austeilen kann. Um die Spezialangriffe ausführen zu können müssen zuerst die beiden gleichnamigen Balken aufgeladen werden, was ihr durch das besiegen von Gegnern macht.

Wobei wir auch schon beim nächsten Punkt wären. Kaum habt ihr euch auf der Karte ein paar Meter bewegt, kommen auch schon die ersten feindlichen Soldaten auf euch zu, welche ihr mit ein paar Hieben wegfegt. Leider sehen die Soldaten und Gruppenführer alle gleich aus sind nicht besonders Intelligent – wobei das noch geschmeichelt ist. Die KI ist im Prinzip nur doof. Die Gegner stürmen in kleinen Trupps auf euch zu bleiben um euch herum stehen und machen erstmal gar nix. Selbst ohne zu Blocken könntet ihr wahrscheinlich tagelang überleben – selbst auf dem höheren Schwierigkeitsgrad.

Im Prinzip stört das nicht weiter, da ihr eh alle zügig platt macht und euch durch die Karte kämpft. Dabei erreicht ihr immer wieder feindlich Lager in denen ein Kommandant steht. Beseitigt ihr den Lagerkommandanten fliehen die Soldaten und ein Trupp eurer eigenen Leute stößt zu euch und ihr besetzt das Gebiet. Umso mehr Lager ihr einnehmt desto mehr eigene Soldaten schließen sich euch an. Leider sind die Jungs genauso doof wie die Gegner. Die Soldaten stehen sich auch gerne mal gegenüber und schauen sich einfach nur an. Trotzdem solltet ihr die Lager einnehmen, denn davon hängt auch die Stärke des Endgegners ab.

Diese sind dann schon anspruchsvoller und benötigen zu Beginn noch etwas an Geschick. Solltet ihr beim Kampf mit dem Boss das zeitliche Segnen, müsst ihr wieder ganz von Vorne anfange, da es keinerlei Checkpoints in den Leveln gibt, was zum Teil sehr nervig ist. Während ihr euch durch die Level kämpft stehen immer wieder rote und blaue Truhen rum, in denen ihr Geld und Items sammeln könnt. Geld erhaltet ihr aber auch von besiegten Gegnern. Bei größeren Feinden und Zwischengegnern springen auch mal neue Waffen und Ausrüstungsgegenstände raus.

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Nachdem ihr ein Level erfolgreich abgeschlossen habt, bekommt ihr eure Erfahrungspunkte wodurch der Held in seiner Stufe aufsteigt, die Lebensenergie erhöht wird und neue Kombos frei geschalten werden. Anschließend könnt ihr euch im Basara-Markt mit neuen Waffen und Gegenständen ausrüsten.

Bewertung des Hack’n’Slay

Das Spielprinzip ist klar: Schnetzelt euch durch Massen dummer Gegner um zum Endgegner zu gelangen. Abwechslung bieten da zumindest die Karten und das Level-Design. Mal kämpft ihr in einer Burg, mal am Strand oder, was ich besonderst cool fand in einer Art Schattenwelt. In den einzelnen Leveln müsst ihr dann zum Beispiel erst eine Falle ausschalten um den Endgegner zu erreichen oder selbiger versteckt sich immer wieder und ihr müsst die Karte nach ihm absuchen. Des Weitern gibt es auch versteckte Gebiete, die ihr erschließen könnt. Gut gefallen hat mir auch das Pferd, das an manchen Punkten im Spiel zur Verfügung steht. Aufsatteln und durch die Gegner reiten macht einfach Spaß.

Grafisch reist Sengoku Basara Samurai Heroes keine Bäume aus, trotz der 480p-Unterstützung. Ein Highlight sind auf jeden Fall die Zwischen- und Eröffnungssequenzen, welche wirklich gut gemacht sind und auch die Spezialangriffe sind ganz schön anzusehen. Natürlich ist die Ingame-Grafik insgesamt etwas angestaubt, aber der Comic-Look im Spiel macht da wieder etwas gut. Musikalisch gibt es den üblichen Japan-Pop und Rock, was sicherlich Geschmackssache ist.

Was man dem Spiel auf jeden Fall zugute halten muss ist der Wiederspielwert. Jeder Charakter bringt eine eigene Story mit sich und spielt sich anders. Selbst wenn ihr nach ein paar Stunden die Kampagne mit einem Kämpfer durch habt, könnt ihr mit ihm noch mal von vorne Anfangen und bekommt trotzdem neue Gegner serviert.

Wer mit einem Freund antreten will, kann das im Zweispieler machen. Ihr könnt auch die komplette Kampagne gemeinsam durchspielen. Dabei erhält jeder Spieler seine eigene Ausrüstung und Erfahrungspunkte.

Sengoku Basara Samurai Heroes kommt in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln, bei denen schon mal der eine oder andere lustige Übersetzungsfehler vorkommt. Da wird aus „vernichten“ schon mal „zernichten“.

Fazit: Wer auf unkomplizierte Aktion steht und kein Problem mit den wirklich doofen KI hat, wird mit Sengoku Basara Samurai Heroes sicherlich seinen Spaß haben. Klar hat das Spiel an einigen Ecken Probleme oder sogar Fehler, aber wenn man darüber hinweg sieht und sich auch mal den Preis von circa 30 Euro ansieht ist das schon Okay.

Vor allem der Wiederspielwert hat mich sehr positiv überrascht. Ein großer Minuspunkt gibt die Sache mit den nicht vorhandenen Checkpoints innerhalb der Level. Von ganz Vorne wieder Anfangen zu müssen ist trotz des niedrigen Schwierigkeitsgrads im Spiel wirklich demotivierend. Ich hatte auf jeden Fall meinen Spaß. Das Spiel ist ab sofort für Nintendo Wii erhältlich.

Weiterführende Links

http://www.samuraiheroes.com/de/home/

2 Meinungen

  1. habe das letztens bei einem Freund gespielt und muss sagen: weltklassespiel!
    Immer wieder erstaunlich zu sehen, was man aus einem normalen Spiel alles rausholen kann 🙂

    Sehr gutes Spiel aufjedenfall!

    Liebe Grüße

    frederik

  2. ich hab das spiel schon rel. lange und bin auch erst einmal abgereckt (bei nobunaga oda *erröt*) es is unglaublich geil und man sollte das echt nicht verpassen! die ki der gegner ist wirklich nicht sooo hoch, bei leicht eigentlich gleich 0…bei höheren schwierigkeitsgraden machen die dann mehr schaden und sind aggressiver..aber auch nur ein bisschen. alles in allem klingt das spiel sehr langweilig, mini-gegner töten -> boss und das immer wieder, aber trozdem kann ich das nen ganzen tag spielen und wenn ich einen leven 100 mal machen müsste würde ich das spiel immer noch lieben! ich bevorzuge die classic controller steuerrung ,weil mir sonst oft mal ausversehen der basara-angriff rausrutscht aber…

    ach was red ich eigentlich KAUFT EUCH DAS SPIEL!!!! es lohnt sich, ehrlich

    versprochen

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