Selenmangel: Symptome und alles Wissenswerte zum Selen-Gehalt von Lebensmitteln

Selen ist ein essentielles Spurenelement, das für den menschlichen Körper unverzichtbar ist. Als chemisches Element trägt es die Ordnungszahl 34 sowie das Elementsymbol Se. Selen in Lebensmitteln ist reichlich vorhanden in Fisch, Fleisch, Milch, Eiern, Nüssen und Leber. Der tägliche Bedarf beträgt 30 bis 70 µg (Mikrogramm), daher ist ein Selenmangel bei einer ausgewogenen Ernährung eher selten. Er kann jedoch auftreten in Regionen mit geringem Selengehalt des Erdbodens, bei Patienten, die längerfristig auf künstliche Ernährung angewiesen sind sowie bei Veganern.

Teilweise schwerwiegende Mangelerscheinungen

Ein Mangel an diesem Mineralstoff kann zu Herzmuskel-Schäden (wie die Keshan-Krankheit) oder auch Darmerkrankungen führen. Durch einen Selenmangel wird die Funktion bestimmter Enzyme im Körper vermindert, was auch weitere Organe schädigen kann. Möglicherweise wirkt eine ausreichende Versorgung mit Selen vorbeugend gegen Erkrankungen wie Krebs oder Herz-KreislaufKrankheiten, dies ist jedoch noch nicht ausreichend wissenschaftlich abgesichert.

Hier einige Beispiele für den Selengehalt in Lebensmitteln (jeweils 100 g): Schweinefleisch enthält 10 bis 15 µg, Rindfleisch 5 bis 10 µg, Fischfilet 10 bis 100 µg und Hühnereier 20 bis 30 µg. Milch und Joghurt enthalten zwischen 0,5 und 1 µg bei 100 ml, 100 g Leber enthalten bis zu 800 µg  und Käse 3 bis 10 µg Selen.

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Auch Überdosierung birgt Gefahren

Selen sorgt im Körper für einen reibungslosen Stoffwechsel, es bindet freie Radikale und schützt die Zellmembranen, hält das Gewebe elastisch und ist ein Bestandteil von Knochenmasse, Zahnmasse und körpereigenen Proteinen. Bei einem Selenmangel können auch diese Funktionen daher beeinträchtigt sein.

Auf der anderen Seite ist auch mit einer Überdosierung von Selen nicht zu spaßen: Zuviel Selen führt zu Durchfall oder Ausfall der Haare. Möglich sind auch Leberzirrhosen oder Hautrötungen. Bei 30 mg oder mehr pro Tag treten ernsthafte Vergiftungserscheinungen auf.

Einen erhöhten Bedarf an Selen haben übrigens Menschen, die häufig viel Alkohol trinken, Raucher, Leute mit Stoffwechsel-Krankheiten. Auch wer unter Stress steht, kann etwas mehr Selen vertragen. Außerdem kann bei Frühgeburten ein Selenmangel auftreten, denn auch „Frühchen“ haben einen erhöhten Bedarf.

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