Schusswaffen: Floridas Parlament stimmt gegen Gesetzesänderung

Schusswaffen: Floridas Parlament stimmt gegen Gesetzesänderung

Im US-Bundesstaat Florida wurde nach dem Amoklauf von Parkland über ein schärferes Waffengesetz abgestimmt. Das Parlament entschied sich dabei gegen ein Verbot bestimmter halbautomatischer Schusswaffen.

Keine Gesetzesänderung

Mit 71 zu 36 Stimmen entschieden sich die Abgeordneten von Floridas Parlament gegen eine Änderung des derzeitigen Waffengesetzes. Trotz des Amoklaufs in einer Highschool in Parkland,bei dem vor einer Woche 17 Menschen getötet wurden, dürfen in Florida somit weiterhin halbautomatische Waffen und große Magazine an US-Bürger verkauft werden.
Viele Schüler der betroffenen Highschool, unter anderem welche die den Amoklauf hautnah miterleben mussten, waren extra zur Abstimmung nach Tallahassee gereist – und brachen teilweise in Tränen aus als der enttäuschende Beschluss der Abgeordneten gefällt wurde.

Treffen mit dem Präsidenten

Bei einem Treffen mit Donald Trump am Mittwoch hatten die Schüler von Parklands Highschool, sowie Beteiligte vergangener Anschläge, die Möglichkeit sich zu den Themen Waffengewalt und Waffengesetzgebung zu äußern. Der Präsident kündigte zwar eine Verschärfung der Waffengesetze an, so sollen sogenannte Bump Stocks, kleine Plastikaufsätze welche dazu genutzt werden halbautomatische Waffen nahezu so schnell feuern zu lassen wie vollautomatische, verboten werden. Allerdings ist Trump nicht für einen Abbau von Handfeuerwaffen im privaten Sektor, sondern unterstützt sogar noch den Vorschlag der Bildungsministerin Betsy deVos: Lehrer sollen bewaffnet werden. Der Präsident ist sich sicher, dass diese Maßnahme in Zukunft Schlimmeres verhindern könnte – und das obwohl sogar ein bewaffneter Hilfspolizist bei dem Amoklauf vor Ort war …

Proteste und Demos

In mehreren Bundesstaaten wurden mittlerweile Streiks und Demos von Schülern angekündigt, für den 20. April wurde zu einem nationalen Schulausstand ausgerufen. Auch prominente Hollywood-Stars wie George Clooney, Steven Spielberg und Oprah Winfrey zeigen mittlerweile ihre Unterstützung und spendeten insgesamt zwei Millionen Dollar für die Protestaktionen der Überlebenden von Parkland.


Bildquelle: Thinkstock, 490610271, iStock, STILLFX

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