Schnecken im Garten: So schützen Sie ihr Gemüse

Um den Tieren den Garaus zu machen, greifen viele Gärtner zu rabiaten Methoden, die gar nicht nötig sind, zumal nicht alle Schnecken Schädlinge sind.

Weinbergschnecken sind beispielsweise naturgeschützt und fressen die Eier von Nacktschnecken obendrein. Sowieso sind die meisten Schnecken mit Gehäuse kaum merkbare Schädlinge, da sie eher tote Pflanzenreste fressen, als die saftigen, grünen Blätter.

Damit helfen sie den Pflanzen sogar, sich zu regenerieren. Daher sollten die Bierfallen und Chemiekeulen zum Schnecken bekämpfen lieber zu hause bleiben, denn harmlose und umweltschonende Methoden gibt es genug. 

Schnecken bekämpfen: So wirds gemacht!

1

Trockene Umgebung

Um die Pflanzen herum sollte man den Boden möglichst locker halten und eventuell mit dem Mulch sparsam umgehen, da Schnecken trockene Umgebungen nicht leiden können. Besonders neben Komposthaufen sollte man das Beet daher nicht planen.

2

Kaffee, Kalk und Co

Wer die Geduld hat, das Prozedere nach jedem Regen zu wiederholen, der kann auch um die betroffenen Stellen Kalk oder Bohnenkaffee streuen. Kalk meiden Schnecken ob der rauen Oberfläche und bei Kaffee sorgt das Koffein dafür, dass sich die Weichtiere aus dem Staub machen.

3

Blumige Abwehr

Mit diversen Schnittblumen kann man den Schnecken den Appetit verderben, denn die haben einen ausgezeichneten Spürsinn, der ihnen allerdings auch unangenehme Gerüche nahe legt, weshalb Männertreu, Fingerhut, Akelei, Bartnelke zwischen den betroffenen Pflanzen wahre Wunder wirken, um die Schnecken fern zu halten.

4

Tierische Helfer

Wer nichts gegen Gartenbewohner hat, der kann mit Igel, Kröte, Spitzmaus und Blindschleiche ideale Schneckenvertilger bei sich einladen. Es müssen ja nicht gleich alle auf einmal sein, aber diese Gesellschaft hilft ungemein beim Schnecken bekämpfen.

5

Schneckensammeln

Bei einer richtigen Plage wird oftmals das Absammeln empfohlen, da es eine äußerst effektive Methode ist. Das Problem dabei ist jedoch, wo man mit den Nacktschnecken hin soll, wenn sie alle erst einmal im Eimer sind. Bevor man zum Schneckensammeln übergeht, sollte man daher erst einmal die anderen Mittel zum Schnecken bekämpfen versuchen. Ganz tierfreundlich in ein anderes Gebiet hinbringen sollte man sie nicht, da sie eventuell das Gleichgewicht der sich dort befindlichen Flora und Fauna durcheinander bringen könnten. Andere Methoden sind allesamt mit dem Töten der Tiere verbunden. Dabei sollte man nur auf eine einzige Methode zurück greifen und zwar die Schnecken mit kochendem Wasser übergießen. Das klingt schlimm, tötet die Tiere aber schnell. Quälerei ist es hingegen, sie langsam in Spülwasser zu ertränken, oder noch schlimmer – sie mit Salz zu bestreuen. Das sollte man auf keinen Fall machen.

Eine Meinung

  1. Gemuesekorb.info

    Vielen Dank für die Tipps! Wenn der nächste Sommer wieder so verregnet wird wie der letzte dann kann ich ein paar davon sicher gut gebrauchen.

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