Schnaps selber brennen: Funktionsweise und Aufbau

Schnaps ist die Bezeichnung für Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mindestens 15%. Hergestellt werden kann Schnaps aus allen möglichen Früchten wie zum Beispiel Birnen, Zwetschgen, Äpfeln aber auch aus Nüssen.
Schnaps selber brennen ist eigentlich nicht sonderlich schwer, man benötigt nur eine kleine eigene Destille. Vor dem destillieren muss man die Früchte waschen, schneiden und dünsten. Dann wird Hefe zugesetzt, das Obst beginnt zu gären und der vorhandene Fruchtzucker wird in Alkohol umgewandelt. Die so entstandene Masse nennt man „Maische“ und die wird nun gebrannt.

Schnaps selber brennen: Was wird benötigt?

  • Brennkessel

 

Schnaps selber brennen: So wirds gemacht!

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Befüllen des Kessels

Über einen Rohranschluss wird der Kessel mit „Maische“ befüllt.

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Der Vorlauf

Im ersten Schritt bei niedrigen Temperaturen verdampfen zunächst die Methanole. Sie sind giftig und werden nicht weiter verwendet.

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Der Mittellauf

Dieser Schritt ist das Herzstück beim eigenen Brennen des Schnaps. Hierbei wird die eigentliche Spirituose gewonnen.

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Der Nachlauf

Im Nachlauf verdampfen nun die Fuselöle.

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Aufbau der Destille

Oberhalb der Brennblase liegt der Geisthelm. In ihm wird der verdampfte Alkohol gesammelt und über ein sogenenntes Gesitrohr in die Verstärkereinheit geleitet. Bevor es in die Glockenböden geht, wird hier dem Alkohol das Wasser entzogen. In den Glockenböden steigt von unten nach oben der Alkoholgehalt. Der unterste wird zurück geleitet und erneut verdampft. Der oberste wird in den Dephlegmator geleitet, wo der Alkohol kondensiert. Über ein weiteres Geistrohr kommt das Destillat in einen Kühler, wo das Produkt zur Weiterverarbeitung gesammelt wird. Mit einem Alkoholmeter kann man den Alkoholgehalt des Destillats messen.

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Anmeldung

Erzeugt man unter 0,5 Liter Destillat, muss man die Brennerei nicht anmelden. Will man indes mehr Schnaps selber brennen, so muss dies beim Zoll angemeldet werden.

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